Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Mozartschule: Erweiterung verzögert sich weiter

Die neuen Raummodule sollen im Schulhof aufgestellt werden.
Die neuen Raummodule sollen im Schulhof aufgestellt werden.

Die Rheingönheimer Mozartschule muss noch ein ganzes Schuljahr lang wegen fehlender Klassensäle improvisieren. Neue Raummodule werden frühestens im kommenden Schuljahr 2023/24 im Schulhof aufgestellt. Auch die Kosten für die Erweiterung steigen deutlich an.

In der jüngsten Sitzung des Rheingönheimer Ortsbeirats informierte Ortsvorsteher Wilhelm Wißmann (CDU) darüber, dass die dringend benötigten neuen Klassensäle voraussichtlich erst im September 2023 angeliefert und im Schulhof der Grundschule in der Hilgundstraße aufgestellt werden könnten. Die platzt wegen steigender Schülerzahlen seit Jahren aus allen Nähten. Außerdem steigen die ursprünglich veranschlagten Kosten von 2,1 Millionen Euro um 800.000 Euro.

Eigentlich sollten die Raummodule – wie berichtet – in den vergangenen Sommerferien im Schulhof errichtet werden, um eine zusätzliche Klasse unterzubringen. Aber die einzige Firma, die ein Angebot abgegeben hatte, gab den Auftrag zurück, weil sie die ausgeschriebenen Leistungen doch nicht erfüllen konnte. Die Ausschreibung der Verwaltung musste daher aufgehoben und dann das Projekt erneut beschränkt ausgeschrieben werden. Das kostet Zeit – und Geld.

Einbrüche und Brandstiftungen

Eine Elternsprecherin der Mozartschule beklagte in der Sitzung des Ortsbeirats dauernde Einbrüche und Brandstiftungen in der Schule und Vandalismus auf dem Schulgelände. Sie bat um mehr Unterstützung der Ordnungsdienste und der Polizei. Schüler und Lehrer hätten Angst, sagte die Frau.

Schon im vergangenen Frühsommer war die Situation auf dem Schulhof der Mozartschule Thema im Ortsbeirat. Anwohner in der König- und Hilgundstraße hatten die sozialliberale Fraktion darauf aufmerksam gemacht, dass auf dem Pausenhof bis in den späten Abend Fußball gespielt und das Schulgebäude dabei beschädigt werde. Turnhallenfenster seien eingeschlagen und Schlösser verklebt worden. Sogar Einbruchversuche wurden bereits vor Monaten registriert. Die Schule schaltete die Polizei ein. Geändert hat sich den Eltern zufolge noch nichts. Eher im Gegenteil.

Eltern wollen Kameraüberwachung

Die Stadtverwaltung verwies damals auf die Rheingönheimer Straßensozialarbeiterin. Die könne mit den Jugendlichen Kontakt aufnehmen.

Der Schulelternbeirat denkt mittlerweile sogar darüber nach, die Schulinnenräume mit Kameras zu überwachen, um die Eindringlinge identifizieren zu können. Ob das rechtlich möglich ist, konnte in der Ortsbeiratssitzung jedoch nicht beantwortet werden.

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