Vorder- und Südpfalz „Montagsspaziergänge“: Resonanz ebbt weiter ab
Polizeiangaben zufolge protestierten am Montagabend in Ludwigshafen auf dem Berliner Platz 45 Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen – zehn mehr als in der Vorwoche, aber nur etwa halb so viele wie in der Hochphase.
86 Demonstranten zählte die Polizei im mittleren Landkreis: 28 in Schifferstadt, 22 in Maxdorf, 20 in Mutterstadt, 16 in Altrip – ein deutlicher Rückgang. 100 waren es in der Vorwoche, noch bis zu 160 vor wenigen Wochen.
Rückläufig ist die Resonanz auch in Speyer, wo 65 „Spaziergänger“ auf der Straße waren, 86 waren es eine Woche zuvor. Mit 101 war die Anzahl der Kritiker der Corona-Verordnungen in Frankenthal ähnlich hoch wie zuletzt (104). Alle Veranstaltungen waren nicht angemeldet. Wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage sagte, gab es keine Zwischenfälle.
Verfahren wegen Nötigung und Beleidigung
In Bad Dürkheim nahmen an einer angemeldeten Versammlung von Kritikern der Corona-Regeln rund 130 Personen teil. Bei angemeldeten Gegenversammlungen in Grünstadt und Bellheim versammelten sich insgesamt 90 Personen (60 in Grünstadt, 30 in Bellheim). Die angemeldeten Versammlungen verliefen weitgehend friedlich und störungsfrei.
Im Bereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz (Vorder- bis Südpfalz) gingen am Montag insgesamt rund 1000 „Spaziergänger“ auf die Straße. Die überwiegende Anzahl der Personen habe sich an die Regeln der aktuellen Corona-Verordnung gehalten. In Bad Bergzabern sei gegen eine Person ein Strafverfahren wegen Nötigung und Beleidigung eingeleitet worden.
Seit Mitte Dezember haben knapp 20.000 Menschen im Präsidiumsbereich gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert.