Ludwigshafen Ludwigshafener Projekt „Street Doc“ wird zur Stiftung
Ende Juni wurde bei einer internen Feierstunde die Gründungsurkunde zur „Stiftung Street Doc“ von Marcus Laubscher, Stiftungsmanagement der Sparkasse Vorderpfalz, übergeben. „Street Doc“ ist ein spendenfinanziertes medizinisches Versorgungsangebot für Menschen ohne Krankenversicherung oder mit eingeschränktem Zugang zu medizinischen Leistungen in Ludwigshafen.
Mit Gründung der Stiftung erhofft sich Petra Kindsvater, Geschäftsführerin der Ökumenischen Fördergemeinschaft Ludwigshafen (ÖFG) und verantwortlich für die strategische, organisatorische und inhaltliche Steuerung, eine langfristige und nachhaltige Finanzierung des Projekts. So sollen Projekte unabhängig von den jährlichen Schwankungen bei den Spenden unterstützt werden können. Auch das öffentliche Vertrauen von Stiftungen soll, so Kindsvater, dabei helfen, weitere Unterstützer zu gewinnen.
Helfen in der Versorgungslücke
Unterstützer, die das Projekt gut gebrauchen kann. Denn die Nachfrage nach der kostenfreien medizinischen Versorgung bricht nicht ab. „Keiner wird weggeschickt – jeder Hilfesuchende findet bei uns Unterstützung“, ist dennoch das Motto von „Street Doc“. Solange das Menschenrecht auf Gesundheit nicht für alle praktisch umgesetzt sei, wolle man weiterhin „Schmerzen lindern, Hoffnung geben und ohne Ausgrenzung behandeln“, so die Stiftung.
„Street Doc“ unterhält wöchentliche, kostenlose Sprechstunden an drei Standorten. Das ehrenamtliche Ärzteteam hilft mit allgemeinmedizinschen und zahnärztlichen Behandlungen – immer mittwochs, unter anderem in der Dessauer Straße 43/Ecke Marienstraße. Auch die psychosoziale Begleitung und die Unterstützung für Menschen in seelischer Not gehören zu ihrer Arbeit. Möglich machen das rund 30 ehrenamtliche Ärzte, medizinische Fachangestellte und Sozialarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen – getragen von der Unterstützung durch Facharztpraxen, Apotheken und Kooperationspartnern.