Ludwigshafen
Linden und Mandelbäumchen in Ruchheim gepflanzt
Mit Flyern und Plakaten hatte der Ruchheimer Ortsvorsteher Dennis Schmidt (CDU) die Bürger in den vergangenen Wochen auf den Plan aufmerksam gemacht, Bäume in dem Stadtteil zu pflanzen. Entlang des Fuß- und Radwegs zwischen Friedhof und katholischer Kirche haben die Freiwilligen jetzt in einer gut organisierten Aktion acht junge Linden und vier Mandelbäumchen in die Erde gepflanzt. Bei ihrem Besuch zeigt sich Gabriele Bindert, Leiterin des Bereichs Grünflächen und Friedhöfe bei der Stadt, begeistert von der Privatinitiative, die von ihrem Fachbereich unterstützt wurde.
„Ich finde das super, was ihr hier macht“, lobte Bindert nach ihrem Eintreffen die Arbeit der Freiwilligen, die sich schon zuvor um die Mittagszeit an dem Verbindungsweg am Ortsrand eingefunden hatten. Wegen des nahen Friedhofs habe man zunächst über die Schaffung von Parkplätzen nachgedacht. Nachdem sich diese Idee nicht verwirklichen ließ, sei die Idee zur Neupflanzung von Bäumen entlang des Wegs aufgekommen, sagte Bindert.
Keine Chance für Birken
Schon bisher hat es beidseits des Wegs eine Allee von Birken gegeben. Der größte Teil der anmutigen weißrindigen Alleebäume ist eingegangen und verschwunden, nur fünf Birken haben bisher überlebt. „Birken haben bei uns kaum noch Überlebenschancen“, stellte Bindert fest. Ursache sei der Klimawandel mit langen Hitze- und Trockenzeiten im Sommer. Deshalb werden entlang des Wegs nun acht junge Linden gepflanzt, den Abschluss zum Friedhof hin bilden vier Mandelbäumchen.
Im engen Kontakt mit Ortsvorsteher Schmidt sei die Idee der gemeinsamen Aktion mit Freiwilligen aus dem Stadtteil aufgekommen, fügte Bindert hinzu, dass dies ein bisher einmaliger Versuch der Kooperation sei. Mitarbeiter des Grünflächenbereichs hätten zuvor die Stellen ausgewählt und die Löcher gegraben. Auch das nötige Substrat an Pflanzerde wurde vor Ort deponiert. Sodass die vom Ortsvorsteher organisierte Truppe von Freiwilligen die Bäumchen nur noch eingraben und mit Substrat bedecken musste.
Freiwillige Feuerwehr packt mit an
Die 20 freiwilligen Helfer machten sich denn auch munter ans Werk. Als sehr vorteilhaft erwies sich, dass zwei Inhaber von Ruchheimer Gartenbaubetrieben die Aktion mit ihrem Know-how und den nötigen Werkzeugen unterstützten. Dazu waren Handwerker und einige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gekommen, die tatkräftig zupacken konnten.
Wie Schmidt sagte, sei das Projekt nach 14 Tagen finanziert gewesen, alle Bäume seien mithilfe von Spenden durch Bürger und Ruchheimer Vereine gekauft worden. Nachdem sich immer zwei oder drei Helfer einen Baum vornahmen, kam die ganze Aktion recht schnell voran. Als größte Herausforderung erwies sich, die drei nötigen Stützpfähle zur Stabilisierung des Jungbaums mit der „Pfahlramme“ in den Boden zu treiben. Die anwesenden Gartenbauer sorgten für die fachgerechte Ausführung der erforderlichen Stützkonstruktion.
Auch Kinder und Jugendliche helfen mit
An der schweißtreibenden Arbeit mit dem Eisenrohr der Pfahlramme beteiligten sich auch die 16-jährige Milena, die 14-jährige Alina und die erst zehnjährige Luisa, alle drei Mitglieder der Ruchheimer Jugendfeuerwehr. „Als Team zu arbeiten, macht einfach Spaß“, nennt Milena das Motiv für ihren Einsatz. So dauerte es kaum 90 Minuten und alle Bäumchen waren in der Erde.
„Wir übernehmen auch die Pflege der Setzlinge“, sprach der Ortsvorsteher ein wichtiges Thema an. „Das ist eine Herausforderung, jeder Baum braucht etwa ab April alle zwei Wochen 100 Liter Wasser“, betonte Bindert. In dieser Pflanzperiode über den Winter werde ihr Grünflächenbereich 120 neue Bäume in Parks und Grünanlagen setzen. Etwa 300 Jungbäume sollen dazu von Fachfirmen entlang von Straßen und Wegen gepflanzt werden, teilte sie mit. In Ruchheim freuen sich die beteiligten Helfer schon jetzt darauf, wenn die gepflanzten Mandelbäume das erste Mal blühen.