Ludwigshafen „Liberales Frühstück“: Wissing verspricht bis 2030 das modernste Bahnnetz Europas

Minister Volker Wissing bei seiner Ankunft im „La Casa di Laul“.
Minister Volker Wissing bei seiner Ankunft im »La Casa di Laul«.

Ein flammendes Plädoyer für mehr Innovation, Technologieoffenheit, den Ausbau der Infrastruktur und den regulierten Einsatz von Künstlicher Intelligenz hielt Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) knapp vier Wochen vor der Kommunalwahl (9. Juni) beim „Liberalen Frühstück“ der Ludwigshafener FDP am Sonntag in der Innenstadt. Die Ampelregierung in Berlin und an vorderster Stelle sein Ressort habe in den vergangenen zweieinhalb Jahren zahlreiche Reformen auf den Weg gebracht und Deutschland damit wieder international wettbewerbsfähig gemacht, sagte der 54-Jährige vor 35 Gästen im Restaurant „La Casa di Laul“.

Als konkretes Beispiel nannte der Landauer neben dem Deutschlandticket für den Öffentlichen Nahverkehr die angeschobene Modernisierung des Bahnnetzes. Als er die Amtsgeschäfte übernommen habe, sei ihm ein marodes Schienennetz von 38.000 Kilometern übergeben worden. „Der Ist-Zustand ist eine Katastrophe“, betonte Wissing. Das Bahnnetz sei geflickt und repariert, aber eben nicht grundlegend saniert und damit sträflich vernachlässigt worden. Dass die Ampel nun insgesamt 31,5 Milliarden Euro für die Erneuerung der Gleise in die Hand nehme, werde Deutschland bis 2030 das modernste Bahnnetz Europas bescheren, versprach Wissing. So werde etwa die sogenannte Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim als einer von perspektivisch 40 Korridoren bundesweit direkt nach der Fußball-Europameisterschaft ab 15. Juli binnen fünf Monaten generalüberholt. Das werde sich am Ende positiv auf den gesamten Bahnverkehr auswirken, da 20 Prozent der deutschen Züge diese Strecke nutzten, so Wissing.

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