Meinung Kampf ums Direktmandat: Ergebnis ist doppelt bitter – auch für den Wahlkreis

Es wurden fleißig Kreuzchen gesetzt. Die Beteiligung lag im Wahlkreis bei über 78 Prozent.
Es wurden fleißig Kreuzchen gesetzt. Die Beteiligung lag im Wahlkreis bei über 78 Prozent.

Vor allem für Christian Schreider und die SPD ist es ein gebrauchter Abend. Aber auch die CDU hat eigentlich keinen Grund zum Jubeln.

Die AfD ist weiter auf dem Vormarsch – auch in der Vorderpfalz. Dass ihr Direktkandidat aus einem Zwei- lange einen Dreikampf macht und die Rechtspopulisten bei den Zweitstimmen klar an der SPD vorbeigezogen sind, belegt diesen Trend. Er wurde auch von CDU-Mann Bilgin nicht gestoppt, obwohl er hart am AfD-Kurs gesegelt ist. Gewonnen und doch verloren hat nicht nur er, sondern auch der gesamte Wahlkreis. Künftig wird er in Berlin nur noch von einem Abgeordneten vertreten: ein Grüner, der vermutlich auf der Oppositionsbank Platz nehmen muss und weder in Frankenthal noch Ludwigshafen zu Hause ist. Besonders leiden musste am Sonntag der SPD-Bewerber. Schreider fährt zwar ein deutlich besseres Resultat als seine Partei ein, scheitert aber dennoch knapp. Zu groß war der Gegenwind aus der Hauptstadt. Scholz sei der falsche Kanzlerkandidat gewesen, beklagt er. Ein hausgemachtes Problem. Wie viele Genossen hoffte Schreider auf Pistorius. So klar wie jetzt hat er es davor aber nicht kommuniziert.

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