Ludwigshafen In den richtigen Job lotsen

Verbesserte Bildungschancen für Kinder und Jugendliche: Gestern haben Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) und Katja Wolf, Leiterin der Transferagentur RLP-SL, eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Vor allem der Übergang junger Menschen von der Schule in den Beruf soll verbessert werden.
Die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland berät seit September 2014 Kommunen beim Auf- und Ausbau ihres Bildungsmanagements und unterstützt sie dabei durch verschiedene Qualifizierungsfomate. „Die Agentur versteht sich als Motor, der die vorhandenen Strukturen und Aktivitäten fokussiert und anschiebt“, beschrieb Agenturleiterin Wolf bei der gestrigen Unterzeichnung der Vereinbarung die Ziele der Einrichtung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Die Stadt Ludwigshafen möchte die Beratungsleistungen der Agentur nutzen, um die Koordination von Bildungsangeboten zu verstärken und vor allem die Bedingungen für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf zu verbessern. „Unser Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche mit einer optimalen Bildungsbiografie ins Berufsleben gehen“, sagte Dezernentin Cornelia Reifenberg (CDU). Gerade an den Berufsbildenden Schulen und den Realschulen plus gebe es eine hohe Zahl junger Menschen, die ohne Abschluss die Schule verlassen. „Da müssen wir nachlegen“, betonte Reifenberg. Dazu seien Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen wichtig, denn Bildung finde nicht nur an Schulen statt. Konkret vorgesehen ist, Berufslotsen für den Übergang von Schule in den Beruf in ganz Ludwigshafen anzubieten, wie es sie bereits erfolgreich mit dem Projekt „Kommunales Übergangsmanagement“ gegeben hat. Eine weitere große Herausforderung ist die Integration der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. In einem ersten Schritt wird die Transferagentur sich mit Akteuren im Bildungsbereich zusammensetzen und schauen, welche Angebote und Strukturen es in der Stadt schon gibt. Wie der Name schon sagt, geht es der Agentur darum, Lösungen, die sich woanders bewährt haben, weiterzugeben. An diesem Vernetzungsprozess ist auch Ludwigshafen beteiligt – das Projekt „Eltern und Kinder in der Gartenstadt“ wurde bereits auf einem Fachtag vorgestellt und zur Nachahmung empfohlen. „Es geht darum, Erfolgsmodelle zu identifizieren und mit Ressourcen zu versorgen“, sagte Lohse. Die Stadt habe sehr gute Projekte und eine sehr hohe Vernetzung der Bildungsträger, betonte sie. „Aber sie kann bei Bildung immer noch besser werden.“ (rad)