Ludwigshafen Hochstraßenabriss: Wiederöffnung des Berliner Platzes soll mit einem Fest gefeiert werden
Weil die Abrissarbeiten an der Pilzhochstraße zügig voranschreiten, wird die Öffnung des Berliner Platzes für den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) immer greifbarer. Am 14. September sollen Straßenbahnen und Busse den seit 22. November gesperrten Nachverkehrsknotenpunkt wieder befahren können. Die Stadt und die Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft (RNV) wollen das mit einem kleinen Fest vor Ort feiern, wie Oberbürgermeistern Jutta Steinruck (SPD) am Mittwoch ankündigte. Für Anwohner soll es dann eine „kleine Überraschung“ geben – unter Einhaltung der Corona-Auflagen.
Bauwerk 167 abgetragen
„Wir sind im Plan, alles läuft gut“, sagte Steinruck. Das Bauwerk 167 sei so gut wie abgetragen, berichtete Tiefbauspartenchef Björn Berlenbach. Mit 90 Metern Länge und zusätzlichen Abfahrten ist es das größte Bauwerk des maroden und rund 500 Meter langen Trassenabschnitts der Hochstraße Süd (B 37). In den nächsten Tagen würden die Schuttberge beprobt und nach entsprechenden Laboruntersuchungen zum Recycling abgefahren. Im Anschluss würden die nächsten kleinere Bauwerke in Richtung der Abfahrten Heinig- und Saarlandstraße abgerissen. Für Nutzer des Q-Parkhauses gebe es kostenlose Alternativstellplätze im Walzmühle-Parkhaus. Damit die Bagger auf der Baustelle an der nach Westen hin immer schmaler werdenden Dammstraße rangieren können, muss zunächst die Einfahrt und danach die Ausfahrt für einige Tage gesperrt werden. Der Anlieferverkehr zum Aldi sei geregelt.
„Große Erleichterung“
Die Wiederöffnung des Berliner Platzes für den ÖPNV sei eine große Erleichterung für die Stadtgesellschaft, sagte Steinruck. Am 14. September werde sie den Platz im Zentrum um 6.30 Uhr ab Rheingönheim mit einer Straßenbahn anfahren, Baudezernent Alexander Thewalt (parteilos) werde den Platz von seinem Wohnort Heidelberg mit einer Bahn von der anderen Rheinseite aus ansteuern. Vor Ort soll es dann eine Pressekonferenz geben. Anwohner und die Medien sollen dabei über die nächsten Schritte informiert werden. Im Oktober soll der am 11. Juni gestartete Abriss beendet sein. Die reinen Abrisskosten liegen bei 15 Millionen Euro. Ein Ersatzbau soll 2025/26 stehen. Im Hintergrund werde unterdessen mit ersten Leitungsverlegungen der Abriss der ebenfalls maroden Hochstraße Nord (B 44) vorbereitet.