Rätselauflösung „Do isses“ RHEINPFALZ Plus Artikel Gesucht: Baustelle des Quartiers „Mein Ludwigs“

Von Kränen dominiert: Baustelle des „Ludwigs-Quartiers“.
Von Kränen dominiert: Baustelle des »Ludwigs-Quartiers«.

Nahezu alle Einsender haben sie erkannt: die Großbaustelle des Quartiers „Mein Ludwigs“ am Rheinufer Süd. 41 richtige Lösungen sind eingegangen. Am 3. April hatten wir im Bilderrätsel „Wo isses?“ einen Ausschnitt der Baustelle gezeigt.

Auch wenn sich manche Einsender auf die Langzeit-Baustelle „Metropol“ auf dem Berliner Platz verirrt hatten, so war den meisten doch klar, dass unser Bildausschnitt das „Ludwigs-Quartier“ zeigt. Bis 2025 soll auf dem ehemaligen Halberg-Gelände das autofreie Wohnquartier „Mein Ludwigs“ mit 327 Wohnungen in zwei Blöcken entstehen – laut Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) ein absoluter Gewinn für die Stadt. Beim ersten Spatenstich vorigen September sprach die 60-Jährige von einer „großartigen Entwicklung“.

Bei Expo Real erworben

Bauträger des Quartiers ist die Deutsche Invest Immobilien AG mit Sitz in Wiesbaden. Laut Projektentwickler Arne Schreier hat das Immobilienunternehmen die zwei Baufelder mit einer Fläche von rund 13.000 Quadratmetern vor einigen Jahren auf der Immobilienmesse Expo Real in München erworben. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sei es gelungen, den Zeitplan für das Projekt trotz der Preisexplosion in der Baubranche einzuhalten und pünktlich zu starten. Der Investor ist vom Standort überzeugt, weil es in der jungen, wachsenden Stadt viele Arbeitgeber gebe und das Interesse von Industrie und Gewerbe groß sei, sich hier anzusiedeln. Das werde auch weiterhin viele Menschen nach Ludwigshafen locken.

Der gezeigte Bildausschnitt.
Der gezeigte Bildausschnitt.

OB: Tut der Stadt gut

Nach dem Abriss der Hallen des Pumpenherstellers Halberg im Jahr 2019 wächst wenige Jahre später auf dem ehemaligen Industrieareal ein Wohnprojekt, „das unserer Stadt guttut“, so Steinruck. In den zwei Wohnblöcken soll es jeweils 18 bis 27 Wohneinheiten mit Loggia, Terrasse oder Balkon geben, elf integrierte zweistöckige Townhouses sowie zwei Gewerbeeinheiten mit insgesamt 215 Quadratmetern. Die ein bis fünf Zimmer großen Eigentumswohnungen sollen zwischen 30 und 185 Quadratmeter groß sein. Die Vermarktung hat bereits begonnen.

Die Dachflächen der beiden Wohnblöcke sollen begrünt werden. Im gesamten Quartier, zu dem auch Studentisches Wohnen und eine neue Kita gehören, soll es keine Autos geben. Diese sollen in der Tiefgarage mit 400 Stellplätzen verschwinden. Außerdem sind 600 Fahrradstellplätze sowie E-Ladestationen für Fahrzeuge und Carsharing vorgesehen.

Gemeinschaftsküchen und eine Dachterrasse

Ende Januar hat die Firma International Campus (IC) mit Tiefbauarbeiten fürs Studierendenwohnhaus „The Fizz“ als Teil des Quartiers begonnen. Es soll über 337 Apartments sowie 135 Pkw- und 380 Radstellplätze verfügen. Darüber hinaus soll es großzügige Gemeinschaftsflächen bieten, etwa ein Spielbereich (Gaming Area), Gemeinschaftsküchen und eine Dachterrasse. Die Fertigstellung an der Ecke Halbergstraße/Rheinallee ist fürs Sommersemester 2025 geplant.

Studenten drängen auf Wohnungsmarkt

„Jedes zusätzliche Apartment wird ein dringend benötigtes Angebot für den stark nachgefragten Wohnungsmarkt der Stadt liefern“, sagt IC-Sprecher Michael Stapf. Das Quartier habe Modellcharakter. „Es illustriert einerseits, wie heute ganzheitlich gedachte Stadtquartiere aussehen können. In unserem spezifischen Fall zeigt die Stadt Ludwigshafen, dass auch größere Projekte zügig geplant werden können, wenn Kommunen, Projektentwickler und Partner eng zusammenarbeiten“, so Stapf.

In Ludwigshafen mit fast 180.000 Einwohnern und Mannheim (310.000) sind laut IC insgesamt über 32.500 Studierende eingeschrieben (Stand Oktober 2022). Aktuell existierten 4100 Wohnheimplätze von öffentlichen und privaten Trägern. Die restlichen Studierenden drängten damit auf den freien Wohnungsmarkt, so IC.

Die beiden Gewinner

Aus den richtigen Einsendungen haben wir zwei Gewinner ausgelost, die verständigt werden: Über je zwei RHEINPFALZ-Tassen freuen dürfen sich Kurban Sarigül aus Ludwigshafen und Barbara Fritz aus Altrip. Das nächste „Wo isses?“ gibt’s im Mai.

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