Kellereifest@home
Gesellige Runde öffnet 12.000 Flaschen Wein
„Wahnsinn“ – das Wort rutschte Michael Heinz, dem Vorstandsmitglied und Standortleiter der BASF in Ludwigshafen, scheinbar nur so raus. Doch er war am Freitagabend tatsächlich beeindruckt, was aus seiner Idee geworden ist. Denn wegen der Corona-Pandemie und der vielen Sicherheitsauflagen konnte der Chemiekonzern dieses Mal sein traditionelles Kellereifest an der Anilinstraße nicht feiern. Aber sich von einem kleinen Virus so ganz in die Knie zwingen lassen, das kam für Heinz nicht in Frage.
Also schlug er eine digitale Veranstaltung vor. Damit war das „Kellereifest@home“ geboren. Dass der Freitagabend dann ein so großer Erfolg wurde, ist das Verdienst von Bernhard Wolff, dem Leiter der Weinkellerei, seinem Team, Sven Feldmann, dem Küchenchef der BASF, und ganz vielen Helfern im Hintergrund. Wie nicht anders zu erwarten, hat das Unternehmen sich nicht mal einfach so an einer digitalen Weinprobe versucht, sondern ein richtiges Abendprogramm zusammengestellt. Samt aufwendigem Studio im Gesellschaftshaus, Livemusik von Me and the Heat sowie netten Plauderrunden, für die Wolff, Feldmann und Weinkellerei-Mitarbeiterin Kathrin Lucas verantwortlich waren. Die Technik funktionierte reibungslos – daher konnte gemütlich gefeiert werden.
1700 Endgeräte beim Livestream
Den Verantwortlichen war an einigen Stellen noch eine leichte Verunsicherung anzumerken. Ist das Kellereifest denn nun wegen Corona abgesagt worden? „Nein“, betonte Wolff schließlich. „Das hier ist die 42. Ausgabe.“ Und er präsentierte ein paar Zahlen, die zeigten, dass aus der Digitalidee tatsächlich ein richtiges Fest geworden war – aber eben eines mit ganz viel Abstand, wie es Corona eben verlangt. Über 3000 Kellereifest-Pakete sind übers Internet bestellt oder direkt im Fachgeschäft gekauft worden. Das machten 12.000 Flaschen Wein, die die gesellige Runde am Freitagabend gemeinsam geöffnet hat. Im Gespräch zwischen Wolff und Heinz fiel daher auch das Wort „faszinierend“. Der Erfolg schien beide ein Stück weit zu überwältigen. Und der Kellereichef erklärte, warum: Beim „richtigen“ Fest an der Anilinstraße werden 4000 Flaschen pro Abend geöffnet.
Auf der Homepage abrufbar
Bis zu 1700 Endgeräte waren beim Livestream zugeschaltet. Mehrere Hundert Gäste machten eifrig bei den Quizrunden mit – in der Hoffnung, so schnell zu sein, dass man eine Flasche Wein gewinnt.
Das erste Lied von Me and the Heat war übrigens „All night long“. Doch die ganze Nacht ging der Stream nicht. Nach gut eineinhalb Stunden war Schluss. Aber sicher saßen dann einige Festgäste danach weiter draußen auf der Terrasse und genossen den lauschigen Sommerabend. Genug guter Wein war ja schließlich offen. Wer sich das Fest noch mal ansehen möchte, kann dies tun und findet unter www.weinkeller.basf.de den Link.