Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Geld für Sportvereine

Einen Betriebskostenzuschuss soll es auch fürs Eisstadion geben.
Einen Betriebskostenzuschuss soll es auch fürs Eisstadion geben.

Gute Nachrichten für Sportvereine: Markus Schneider als Geschäftsführer des Ludwigshafener Sportverbands und BASF-Vertreter Ulrich Spettmann haben dem Sportausschuss am Montag die neue Projektförderung vorgestellt, für die sich Vereine ab sofort bewerben können. Die OB präsentierte den Haushaltsansatz für die kommenden Jahre.

„Unsere Eingabe ist gegenüber dem Ansatz vor zwei Jahren unverändert“, erklärte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) und verwies auf die rund 543.000 Euro, die auch in den kommenden beiden Jahren jeweils als Zuschüsse verteilt werden sollen. Die 15.000 Euro Personalkosten für die Badestelle Blies sind darin ebenso enthalten wie ein Betriebskostenzuschuss für das Eisstadion und direkte Zuschüsse über rund 370.000 Euro.

Mehreinnahmen nicht in Sicht

Ein Einschnitt war es trotzdem, denn die Verwaltung ging zwar mit genau dieser Summe in die Haushaltsberatungen, aber auf Mehrheitsbeschluss wurde diese Summe um rund 250.000 Euro erhöht – möglich durch unerwartete Mehreinnahmen. Diese sind laut der Verwaltungschefin aber in diesem Jahr nicht in Sicht. Im Gegenteil. Und trotzdem gelte: „Wir versuchen alles, um unsere Vereine im Rahmen unserer Möglichkeiten zu unterstützen.“

„Eine große Leistung“

Über die direkten Zuwendungen hinaus fließen jährlich über sechs Millionen Euro in die Sportstätten der Stadt. Dafür dankte Joannis Chorosis im Namen der CDU. „Das ist eine große Leistung.“ Allerdings sei schon jetzt klar, dass etwa ein Schwimmbetrieb unter Coronabedingungen die Haushaltsansätze sprenge, sagte Steinruck, die deshalb nicht nur auf die Einsicht der Aufsichtsbehörde ADD, sondern vor allem auf Unterstützung von Bund und Land hofft. Rückendeckung kam von der SPD: „Wir werden uns dafür einsetzen, die Vereine weiter zu unterstützen“, versprach der sportpolitische Sprecher Christian Schreider.

Direkte Unterstützung kommt von der BASF. Der Chemiekonzern stellt im Bereich gesellschaftliches Engagement 50.000 Euro zur Verfügung, für die sich alle rund 150 Sportvereine der Stadt ab sofort bewerben können. Auf der Internetseite des Ludwigshafener Sportverbands (LSV, www.ludwigshafener-sportverband.de) können die Projekte eingereicht werden. Alle Arten von Projekten. „Es gibt keine Beschränkungen“, versicherte LSV-Geschäftsführer Schneider.

Zweite Förderrunde von April bis Juni

Anschließend wählt eine Jury aus BASF, Verband, Stadtverwaltung und Fachpresse die Vorschläge aus, die eine Zuwendung aus dem Fördertopf erhalten. Eine zweite Förderrunde wird von April bis Juni freigeschaltet. Ein Testlauf. „Unser Projekt wird nach diesem Jahr bewertet“, erklärte Ulrich Spettmann. Es könne also durchaus eine dauerhafte Einrichtung zur Unterstützung der Ludwigshafener Vereine werden. Dafür gab es den Beifall aller Fraktionen und auch der OB. „Wir können uns für dieses Engagement im Interesse der Vereine nur bedanken“, meinte Steinruck.

Sportstättenkonzept: 582 Rückmeldungen

Vorgestellt wurde dem Ausschuss außerdem der Sachstand des Sportstättenentwicklungskonzepts (wir berichteten). „Der Prozess wird uns noch eine Weile beschäftigen“, sagte Steinruck. Immerhin: „Wir hatten bis jetzt schon 582 Rückmeldungen“, berichtete Projektleiter Stefan Henn. Dabei habe die Bürgerbefragung, für die 17.000 Ludwigshafener Fragebögen erhalten, gerade erst begonnen.

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