Kommentar Fusion der Geburtshilfen: Schwierige Geburt

Ist eine schwierige Geburt: die geplante Zusammenlegung der Gebursthilfenunter dem Dach des St. Marien.
Ist eine schwierige Geburt: die geplante Zusammenlegung der Gebursthilfenunter dem Dach des St. Marien.

Man kann bei der Debatte um eine Zusammenlegungen der Geburtshilfen in Ludwigshafen beide Seiten verstehen: die Kritik der Hebammen wie auch die Beweggründe der Kliniken.

Krankenhäuser stehen unter hohem Kostendruck. Mit Nachbarkliniken zu kooperieren und Strukturen anzupassen, ergibt Sinn – auch bei den Geburtshilfen. Hier ist das St. Marien viel besser aufgestellt als das Klinikum. Beide sind sich einig, auch was die Übernahme der Hebammen angeht. Einer Zusammenlegung steht von daher nichts im Weg. Alles gut also? Mitnichten. Erstens gibt keiner gerne seinen Job in vertrauter Umgebung auf. Betriebswirtschaftliche Motive sind das eine, emotionale Bindungen das andere. Die Hebammen im Klinikum fühlen sich bei dem Prozess nicht mitgenommen. Zweitens fällt eine Alternative im von Migration geprägten Ludwigshafen weg. Nicht jede Schwangere mit entsprechendem Hintergrund wird in einem christlich geprägten Haus wie dem St. Marien entbinden wollen.

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