Ludwigshafen Fenstersturz doch kein Unglücksfall?

Die Frau ist aus einem Fenster dieses Hotels gegenüber der Rhein-Galerie gestürzt.
Die Frau ist aus einem Fenster dieses Hotels gegenüber der Rhein-Galerie gestürzt.

Nachdem eine 25-Jährige am Morgen des 5. Juni in der Ludwigshafener Innenstadt aus dem Fenster eines Hotels gestürzt ist und sich schwer am Kopf verletzt hat, ermittelt die Frankenthaler Staatsanwaltschaft nun „gegen einen bestimmten Beschuldigten“ wegen versuchten Totschlags. Das sagte Leitender Oberstaatsanwalt Hubert Ströber am Montag auf RHEINPFALZ-Anfrage.

25-Jährige nicht vernehmungsfähig

Zur Identität des Beschuldigten und zu den näheren Umständen des Fenstersturzes wollte Ströber „aus ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben machen. Die 25-Jährige sei nach wie vor nicht vernehmungsfähig. „Nach den Angaben der Ärzte wird dieser Zustand noch zehn bis 14 Tage andauern“, erklärte Ströber. Das deute darauf hin, dass die Frau nicht mehr in akuter Lebensgefahr schwebe.

Fünf Meter in die Tiefe gestürzt

Nach ersten Erkenntnissen war die Polizei von einem Unglücksfall ausgegangen. Demnach hatte sich die 25-Jährige in ihrem Hotelzimmer im ersten Stock des Hotels in der Bahnhofstraße auf das Fensterbrett gesetzt und das Gleichgewicht verloren. Sie sei rücklings fünf Meter tief auf den Bürgersteig gestürzt. Wegen ihres kritischen Zustands musste die Frau nach dem Eintreffen der Rettungskräfte umgehend in ein Krankenhaus gebracht werden. Ströber wollte auch keine Angaben dazu machen, ob möglicherweise Zeugenhinweise die Ermittler auf die Spur des Beschuldigten geführt haben.

Zeugen gesucht

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei baten im Nachgang zu dem Vorfall um Hinweise aus der Bevölkerung, verbunden mit der Frage: Wer hat sich am Samstagmorgen, 5. Juni, gegen 9.20 Uhr an dem Hotel in der Bahnhofstraße gegenüber der Rhein-Galerie aufgehalten? Wer hat den Sturz der Frau beobachtet oder kann Hinweise zum Geschehenen geben? Kontakt: Telefon 0621/963-2773.

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