Ludwigshafen Energieboykott: Steinruck warnt vor massiven Konsequenzen

Die Zahl der registrierten Flüchtlinge aus der Ukraine steigt weiter an.
Die Zahl der registrierten Flüchtlinge aus der Ukraine steigt weiter an.

„Wer heute fordert, dass sich die BASF aus ihrem Russlandgeschäft zurückziehen möge, muss morgen all den Menschen in die Augen schauen können, deren Arbeitsplatz in der Konsequenz in Gefahr ist, die die Zukunft ihrer Kinder nicht finanzieren können.“ Mit diesen Worten reagierte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) auf die Kundgebung von Ukrainern und Unterstützern am Dienstagmittag vor den Toren des Chemieunternehmens. Die Auswirkungen eines Gasboykotts auf den Mega-Standort Ludwigshafen könne die Wirtschaftsnation Deutschland womöglich auffangen, aber dies hätte Konsequenzen für jeden einzelnen Bürger. „Wir würden alle ärmer werden. Wollen wir das?“ Die Abwägung zwischen härteren Sanktionen und den Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft bleibe schwierig, Schwarz-Weiß-Antworten gebe es nicht.

In Ludwigshafen sind bis Dienstagmittag 420 Geflüchtete aus der Ukraine registriert worden. 310 haben im Stadthaus Nord einen Antrag auf Asyl gestellt. Vom Land Rheinland-Pfalz sind der Stadt 21 Erwachsene und Kinder zugewiesen worden. Fünf weitere werden in dieser Woche erwartet. Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD) rechnet nicht damit, dass es bei diesem moderaten Anstieg bleibt. „Wir erwarten, dass diese Zuweisungen deutlich steigen werden“, sagte sie auf der wöchentlichen Pressekonferenz zu den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf Ludwigshafen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

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