Ludwigshafen Eine grüne Alternative zur Helmut-Kohl-Allee

Blick vom Rathausdach auf die Hochstraße Nord. Sie soll durch die ebenerdige Helmut-Kohl-Allee ersetzt werden.
Blick vom Rathausdach auf die Hochstraße Nord. Sie soll durch die ebenerdige Helmut-Kohl-Allee ersetzt werden.

„Statt Abriss der Hochstraße Nord eine grüne Lebensader durch die Stadt“: So ist eine Veranstaltung betitelt, für die Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „Lebenswertes Ludwigshafen“ am Montag vor der Stadtratssitzung im Pfalzbau mit Flugblättern geworben haben.

„Zur Vorstellung und Diskussion eines Utopie-Entwurfs“ lädt die BI für Mittwoch, 13. März, 19 Uhr, ins Verdi-Haus (Kaiser-Wilhelm-Straße 7) in die Innenstadt ein. Architekturstudenten haben der BI zufolge ein Konzept entwickelt, das eine Alternative zur Helmut-Kohl-Allee aufzeigen soll. Die ebenerdige, rund 860 Meter lange Kohl-Allee mit ihren bis zu acht Spuren soll die marode Hochstraße Nord (B44) nach deren Rückbau ab 2031 ersetzen. An der Allee soll das Quartier „City West“ entwickelt werden.

„Irrsiniges Großprojekt“

Die BI kritisiert dieses „irrsinnige Großprojekt“ inmitten der Stadt – wegen der langen Bauzeit, wegen der immensen Kosten, aber auch wegen der hohen Umweltbelastung. „Auch ein ausgetretener Pfad erlaubt noch eine mutige Kehrtwende in Richtung Zukunft. Viele andere Städte in der Welt, sogar auch in Deutschland, machen es vor“, heißt es in der Einladung für die Veranstaltung. Der BI schwebt ein „grünes Band für Fußgänger und Radfahrer vor, mit Bäumen, Blumen, Sitzgelegenheiten, Kiosken, Cafés, Spielbereichen, dazu etliche Auf- und Abgänge und begrünte Pfeiler“. Ein solches Modell für eine umgewidmete Hochstraße hätten die Studierenden entwickelt und würden es am 13. März im Verdi-Haus vorstellen.

Motto der BI: „Öffentlicher Raum für Menschen statt für Autos schaffen. Das heißt, Ludwigshafen lebenswert machen.“ Bereits beim Neujahrsempfang am 10. Januar sowie im Vorfeld mehrerer Stadtratssitzungen hatte die BI, die sich im Sommer 2022 formierte, für ihre Anliegen getrommelt.

Wegen der Förderbedingungen sei die Stadt verpflichtet, so zu bauen, dass die Straße den Vorgaben entsprechend leistungsfähig sei, warb Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) beim Neujahrsempfang um Verständnis.

x