Ludwigshafen
Die grüne Chemie stimmt: Eindrücke von Robert Habecks Besuch im BASF-Stammwerk
Am Ende stimmt die grüne Chemie: Denn, so die einhellige Meinung des prominenten Gastes und der Gastgeber nach der zweistündigen Visite im Stammwerk: Der Ausbau erneuerbarer Energien und der Abbau von CO2 schützen nicht nur Umwelt und Klima, sondern sichern auch Jobs und beflügeln die Wirtschaft. Habeck, der auf seiner Sommerreise in der Vorderpfalz Station machte, bezeichnete die BASF gar als „Alliierten“. Klima- und Umweltschutz mit Ressourcenschutz und dem Schutz industrieller Infrastruktur zusamenzubringen, sei eine herausragende Aufgabe der Politik. „Das wurde mit hier gezeigt“, sagte er.
„Weniger Strom, keine Emissionen“
Unter anderem besichtigte Habeck eine im Bau befindliche Testanlage, bei der künftig in einem CO2-freien Produktionsverfahren Wasserstoff aus Methan (Erd- oder Biogas) hergestellt werden soll. „Unser Verfahren erfordert im Vergleich zu alternativen Verfahren deutlich weniger Strom, und es entstehen keine CO2-Emissionen“, erläuterte Kratz.
BASF-Ziel: Bis 2030 klimaneutral wachsen
Bis 2030 wolle der Konzern mit seinen derzeit 39.500 Mitarbeitern im regionalen Verbund klimaneutral wachsen, betonte Liebelt. „Klimaschutz ist fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie.“ Seit 1990 habe die BASF ihre Treibhausgasemissionen um zwei Drittel pro Produkttonne reduziert. „Um die Emissionen weiter zu senken, müssen wir vollkommen neue Technologien entwickeln. Dazu ist ein Umfeld erforderlich, das technologieoffen ist und zugleich den Einsatz erneuerbarer Energien zu wettbewerbsfähigen Preisen ermöglicht“, so Liebelt.
„Neue Dynamik entfalten“
„Die ökologische Modernisierung muss auch in der Wirtschaft eine neue Dynamik entfalten. Dafür brauchen Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen und eine klare Investitions- und Förderpolitik in Infrastruktur, Bildung, Forschung und Entwicklung. Innovationen sowie Investitionen in Klimaschutz sichern den Industriestandort Deutschland und die Wettbewerbsfähigkeit von morgen“, bilanzierte Habeck. „Das ist ein politischer Kampf. Ich werde ihn kämpfen.“
Am Rande kritisierte Habeck gegenüber der RHEINPFALZ die Maut-Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).