Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Das tut sich beim Verkehr in Ruchheim

Gerade ist der Bahnübergang 28 in Ruchheim geschlossen. An der Zuwegung für Landwirte wurde noch nicht gearbeitet.
Gerade ist der Bahnübergang 28 in Ruchheim geschlossen. An der Zuwegung für Landwirte wurde noch nicht gearbeitet.

Im Ortsbeirat Ruchheim wurden viele Verkehrsthemen behandelt. Nicht zu allen äußerte sich die Ludwigshafener Stadtverwaltung.

Zehn Anfragen schickten die Fraktionen des Ortsbeirats in Ruchheim der Stadtverwaltung Ludwigshafen zu verschiedenen Aspekten des Verkehrs im Stadtteil. Grob die Hälfte der Tagesordnung der Sitzung am Montag war damit mit Mobilität beschäftigt. Angefangen bei einem Antrag der CDU zu einem verkehrsberuhigten Bereich inklusive Poller im Bereich der Fußgönheimer Straße am Ortsausgang – also dort, wo der TV Ruchheim seine Halle und Plätze hat. Die SPD stellte zu genau demselben Thema ebenfalls eine Anfrage, forderte stattdessen aber ein Verkehrszeichen, das auf Kinder aufmerksam macht. Beide Fraktionen begründeten ihre Anträge mit mutmaßlich häufig gefährlich schnell fahrenden Autos und Landmaschinen im Bereich der Halle, die Kinder der trainierenden Sportvereine gefährdeten.

Tempo 30 beim TV Ruchheim?

Die Stadtverwaltung beantwortete beide Anfragen in einem Schreiben. In ihrer Einschätzung der Situation für die Kinder ist sich die Stadt mit dem Ortsbeirat einig: Die geltende Regelgeschwindigkeit von Tempo 50 scheine wegen Straßenbreite, -Zustand und Kindern nicht geeignet. Ein Hinweisschild wegen der Kinder allein sei deswegen nicht ausreichend, man sollte dafür auch das Tempolimit weiter reduzieren, so die Stadtverwaltung. Ein verkehrsberuhigter Bereich sei rechtlich nicht umsetzbar. Die Stadt wolle aber trotzdem eine Lösung finden: Man vereinbare einen Termin mit Verantwortlichen des TV Ruchheim, um Lösungen zu finden.

Ebenfalls zum Bereich um den Ortsausgang und den TV stellte die CDU eine weitere Anfrage. Dabei ging es um Sturmschäden an Bäumen neben der L525. Die Fraktion erbat Kontrollen, damit beim TV Ruchheim der nächste Sturm keine Gebäude beschädigt. Auch hier kündigte die Stadtverwaltung kurzfristige Kontrollen an – auch wenn nur ein Teil der Bäume tatsächlich im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegt. Der Teil nördlich der L525 sei Sache des Landesbetriebs Mobilität (LBM). An den habe man die Anfrage weitergeleitet, so die Stadt.

Streifen werden nachgeholt

Markierungsarbeiten beschäftigten den Ortsbeirat in zwei Fällen. Die SPD mahnte zur Erneuerung des Haltebalkens vor der Ampel in der Maxdorfer Straße an und fragte nach, wann die Zickzack-Linien zur Durchsetzung des Halteverbots in der Ludovicistraße/Ecke Paul-Münch-Straße angebracht werden. Die Antwort der Stadt: Der Haltebalken sei zwar nicht zwingend notwendig, doch man wolle ihn nachziehen, und bezüglich der Zickzack-Linie habe man wegen hoher Arbeitsauslastung keine Zeit gefunden. Um Entschuldigung wurde gebeten und die Markierung zugesagt.

Weitere Anfragen zum Verkehr wurden von der Stadt allerdings nicht rechtzeitig zur Sitzung beantwortet. So auch eine ausführlichere der Grünen-Fraktion, in der weniger Fragen gestellt wurden, sondern der Stadt Lösungen hinsichtlich der Oggersheimer Straße angeboten wurden. Grund ist der Anfrage nach, dass viele Verkehrsteilnehmer sich nicht an das dort vorgegebene Limit von Tempo 30 hielten. Der Ortsbeirat bedauerte die fehlende Antwort. Allerdings habe die Stadt erst kürzlich ein Hinweisschild, das die Geschwindigkeit des jeweiligen Autos misst und per LED-Grafik anzeigt, installiert, so Grünen-Abgeordnete Andrea Moreno, was zu begrüßen sei.

Vorgehen bei Bahnübergang unklar

Ebenfalls ohne Stellungnahme der Stadt blieb ein Antrag der SPD-Fraktion, in der es um einen Radweg über die A61 geht. Denn der Ausbau der Autobahn sei schon lange angekündigt und solle bald beginnen, einen Radweg nach Fußgönheim wünschen sich beide Orte. Daher wären Arbeiten eine gute Gelegenheit zur Umsetzung dieser Pläne, zumal ein Abriss und Neubau der Brücke aus SPD-Sicht nicht ausgeschlossen sei.

Aus blieben Stellungnahmen der Stadt außerdem zu dem Wunsch nach Abbiege-Spiegeln im Erfurter Ring und zum weiteren Vorgehen beim berühmt-berüchtigten Bahnübergang 28. Letzterer ist seit einiger Zeit gesperrt, die Bahnen müssen dort nicht mehr hupen. Allerdings ist er auch für Landwirte unpassierbar. Die Zuwegung auf Feldseite zu asphaltieren, wurde von der RNV zugesagt. Gemacht ist sie aber noch immer nicht.

x