Ludwigshafen CDU und FWG fordern Lachgas-Verkaufsverbot an Minderjährige

Lachgas-Kartusche auf dem Tresen eines kontrollierten Kiosks.
Lachgas-Kartusche auf dem Tresen eines kontrollierten Kiosks.

Die Ludwigshafener CDU und die FWG sprechen sich gemeinsam für ein Lachgas-Verkaufsverbot an Minderjährige aus, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen.

Der Oberbürgermeister-Kandidat von CDU und FWG, Klaus Blettner (57, CDU), setzt sich in Zusammenarbeit mit beiden Stadtratsfraktionen „für den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Ludwigshafen ein“. Mit einem neuen Antrag fordern CDU und FWG ein Verkaufsverbot von Lachgas an Minderjährige sowie weitergehende Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention.

Der zunehmende Missbrauch von Lachgas als Rauschmittel stelle eine ernsthafte gesundheitliche und gesellschaftliche Herausforderung dar, so Blettner. Insbesondere unter Jugendlichen sei der Konsum von Distickstoffmonoxid, das ursprünglich für medizinische oder gastronomische Zwecke genutzt wird, stark angestiegen. Die Inhalation dieses Gases führe zu akuten gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit. Langfristige Folgen könnten neurologische Schäden sowie schwere Störungen des zentralen Nervensystems umfassen. Neben den individuellen Gesundheitsrisiken resultiere aus dem exzessiven Gebrauch von Lachgas auch eine zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raums.

„Gefahr für Umwelt und Passanten“

Die achtlose Entsorgung leerer Gaskartuschen in Parks, auf Spielplätzen und Straßen beeinträchtige nicht nur das Stadtbild, sondern stelle auch eine Gefahr für Umwelt und Passanten dar. Julia Klamm, FWG-Ortsbeirätin aus Rheingönheim, betont die Dringlichkeit eines entschlossenen Vorgehens: „Wir können nicht untätig bleiben, während unsere Jugend durch den Missbrauch von Lachgas ernsthaft gefährdet wird. Die gesundheitlichen Folgen reichen von akuten Risiken bis hin zu irreversiblen Langzeitschäden. Es ist unsere Verantwortung, präventive Maßnahmen zu ergreifen.“

Alexander Weih, Geschäftsführer der CDU-Stadtratsfraktion, verweist auf Städte, die bereits konkrete Maßnahmen gegen den Missbrauch von Lachgas umgesetzt haben oder den Erlass entsprechender Verordnungen planen: „Andere Kommunen haben gezeigt, dass gezielte Regulierungen möglich und wirksam sind. Wir dürfen in Ludwigshafen nicht hinterherhinken. Ein Verkaufsverbot für Minderjährige ist ein erster, aber essenzieller Schritt, um unsere Jugendlichen zu schützen und damit den Kinder- und Jugendschutz zu stärken. Darüber hinaus müssten Aufklärungskampagnen intensiviert, die Kontrolle des illegalen Handels müsse verschärft und die Abgabe über Automaten gestoppt werden.“

Blettner unterstreicht die gesamtgesellschaftliche Verantwortung: „Es geht hier nicht nur um eine kurzfristige Maßnahme, sondern um den langfristigen Schutz unserer Kinder und Jugendlichen. Wir möchten ein klares Zeichen setzen und gemeinsam mit den Bürgern aktiv gegen den Missbrauch von Lachgas vorgehen. Prävention, Regulierung und Aufklärung sind die Schlüssel zu einer wirksamen Strategie“, bilanziert er.

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