Ludwigshafen
CDU reagiert auf RHEINPFALZ-Interview: Realschulen plus müssen gestärkt werden
„Es braucht jetzt dringend bessere Rahmenbedingungen für die Realschulen plus – sowohl für die jetzige Schülerschaft als auch für kommende Schülerinnen und Schüler.“ Das fordert die Ludwigshafener CDU. „Aufgrund der Vorkommnisse an der Karolina-Burger-Realschule plus und der Beschreibungen der Schulleiterin und Schulleiter im jüngsten RHEINPFALZ-Interview kann man die Bedenken und Sorgen von Eltern absolut nachvollziehen“, sagt die Maudacher CDU-Landtagsabgeordnete Marion Schneid.
„Die Realschule plus wurde seit Jahren mit vielen Herausforderungen alleine gelassen: große Klassen mit großer Heterogenität bei den Kindern, Lehrkräfte an den Belastungsgrenzen, mitverursacht durch den sinkenden Respekt gegenüber den Lehrkräften, und zu wenig Unterstützung durch die Schulaufsicht“, ergänzt Peter Uebel, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. „Wir brauchen dringend bessere Rahmenbedingungen, damit die Realschulen ihrer Aufgabe als verlässliche und zentrale Schulform für die Berufsreife und Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen gerecht werden können. Deshalb werde ich nicht nachlassen, zeitnah umsetzbare Maßnahmen vom Ministerium zu fordern.“
Es brauche kleinere Klassen, das heiße: mehr Lehrkräfte, um Kinder in kleineren Gruppen unterrichten zu können. „Es braucht mehr Schulsozialarbeit, und auch die Eltern müssen aktiv einbezogen werden. Und es braucht Rückhalt für die Lehrkräfte von der Schulaufsicht ADD, um sich auf ihre pädagogische Aufgabe konzentrieren zu können“, führt Schneid aus. Daneben wäre es absolut wichtig, wenn die Position des Jugendbeauftragten bei der Polizei wieder etabliert beziehungsweise ausgebaut werden würde. Der Aufbau eines Netzwerks in die Schulen hinein mit Präventionsangeboten, Deeskalationstrainings und persönlichem Zugang zu den Jugendlichen habe sich früher schon sehr bewährt.
„Die Realschulen plus müssen Orte guter Bildung, der Verlässlichkeit und der Sicherheit sein, um Kindern beste Lernmöglichkeiten zu ermöglichen. Dafür müssen die Maßnahmen jetzt angestoßen werden“, sind sich Uebel und Schneid einig.