Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Bund fördert Kombi-Terminal Ludwigshafen: 51 Millionen Euro für Sanierung und Ausbau

Waren Drehscheibe für die Region: das Kombi--Terminal bei der BASF.
Waren Drehscheibe für die Region: das Kombi--Terminal bei der BASF.

In Ludwigshafen werden Fundamente, Gleise und Kräne im KTL erneuert. Das Eisenbahn-Bundesamt bewilligt knapp 51 Millionen Euro.

Der Bund fördert die Sanierung des Kombi-Terminals (KTL) bei der BASF mit knapp 51 Millionen Euro. Laut einer Mitteilung des Bundestagsabgeordneten Johannes Steiniger (CDU) gibt es eine Förderzusage des Bundesministeriums für Verkehr. Im Terminal im Ludwigshafener Norden wechseln mehr als 1000 Container täglich von der Straße auf die Schiene und umgekehrt. Mit mehr als 300.000 Quadratmetern Fläche ist das Kombi-Terminal eine der größten Anlagen für den Güterumschlag zwischen Straße und Schiene im europäischen Binnenland.

Dem Eisenbahn-Bundesamt als Bewilligungsbehörde lagen nach Steinigers Angaben insgesamt drei Förderanträge fürs Kombi-Terminal Ludwigshafen vor. Für die Sanierung und Erweiterung der Anlage hat die Behörde jetzt im ersten Schritt eine Summe von knapp 51 Millionen Euro für die Jahre bis 2029 genehmigt. Steiniger: „Mit der Förderung der Umschlaganlage am Kombi-Terminal leistet der Bund einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des kombinierten Verkehrs. Ich freue mich, dass der Betrieb so gesichert werden kann.“

Nicht nur für BASF gedacht

Das Terminal, das im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Bestehen feierte, liegt außerhalb von Tor 15 am nördlichen Ende der BASF. Es steht für alle Unternehmen offen, der Anteil des Chemiekonzerns am Gesamtumschlag liegt nach Angaben der Betreiber bei 35 bis 40 Prozent. Auftraggeber und Kunden kommen aus der ganzen Region. Der Einzugsbereich hat einen Radius von 100 Kilometern. Von Ludwigshafen aus geht es dann auf der Schiene zu Zielen in ganz Europa. Neben Deutschland seien Italien, Spanien, Polen, die Niederlande und Belgien wichtige Destinationen.

Das erste Terminal-Modul aus dem Jahr 2000 und auch das zweite Modul aus dem Jahr 2005 sind laut Betreiber inzwischen an ihre Verschleißgrenzen gekommen. Ein Modul besteht aus einem rund 650 Meter langen Terminal-Abschnitt mit einer ganzen Anzahl von parallelen Gleisen und Lkw-Fahrspuren, über die hinweg mobile Kranbrücken fahren. Sie können Container jeder Art und Größe greifen, hochheben und in Sekundenschnelle an einen anderen Ort versetzen. Fundamente, Gleisanlagen und Kräne sollen komplett erneuert werden. Dafür ist auch der Zuschuss des Bundes gedacht. Beim jüngsten Modul aus dem Jahr 2012 ist noch keine Erneuerung nötig. Bei der Modernisierung soll auch mehr Stellfläche für Lkw-Sattelauflieger geschaffen werden, deren Zahl im Lauf der Jahre immer weiter zugenommen hat.

Seit dem Start am 1. September 2000 wurden laut KTL am Terminal sieben Millionen Container und andere Einheiten verladen. Die Containerkräne laufen emissionsfrei mit Strom. Erzeugt wird dieser im Terminal durch eine eigene Photovoltaikanlage mit 100.000 kWh pro Jahr. Der Rest kommt seit 2024 von einem Windpark der BASF vor der niederländischen Nordseeküste.

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