Ludwigshafen BASF: Fliegerbombe wird am Samstag entschärft

Die Bombe wird im Innern einer Sandpyramide entschärft.
Die Bombe wird im Innern einer Sandpyramide entschärft.

Auf dem Gelände der BASF in Ludwigshafen ist Ende Juli eine 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Blindgänger wird nun am Samstag entschärft, wie der Chemiekonzern mitteilt.

Die rund 250 Kilogramm schwere Bombe soll ab zirka 10.30 Uhr unschädlich gemacht werden. Dafür muss der Zünder aus dem Sprengkörper entfernt werden. Eine Aufgabe, die Experten des Kampfmittelräumdiensts Rheinland-Pfalz übernehmen. Für die Entschärfung wurde am Fundort im Werksteil Nord eine Schutzpyramide errichtet. Die nach dem ägyptischen Pharao „Ramses“ benannte Pyramide ist eine 6,50 Meter hohe Konstruktion mit einer Kantenlänge von 25 Metern, die überwiegend aus Sand besteht. Das Innere ist durch ein Zugangsrohr erreichbar. Dort wird die Bombe entschärft. Etwa 2500 Tonnen Sand sind dafür notwendig. Falls der Sprengkörper detonieren sollte, würde die Druckwelle abgemildert. So sollen Schäden an umliegenden Gebäuden und Produktionsstätten verhindert werden. Die BASF hat dieses Verfahren schon mehrfach erfolgreich angewandt, zuletzt im Sommer 2018.

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Die Entschärfung in einer Sandpyramide ist ein bewährtes Verfahren bei der BASF.
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Für die Dauer der Entschärfung werden außerhalb des Werks folgende Straßen für den Fahr- und Personenverkehr gesperrt: die Ammoniakstraße vor Tor 11, die Magnetbandstraße, die Parkplätze zwischen Tor 5 und Tor 11 sowie das BASF-Parkhaus an Tor 11. Innerhalb des Werks werden in einem Umkreis von 300 Metern um den Fundort ebenfalls die Straßen gesperrt. Eine Evakuierung oder Unterbrechung der Produktion sei nicht erforderlich, so der Chemiekonzern in einer Mitteilung. Eine Gefahr für Mitarbeiter und Bevölkerung bestehe nicht. Das Vorgehen sei mit den zuständigen Behörden abgestimmt.

Im Krieg stark bombadiert

Das Chemiewerk war eines der Hauptangriffsziele der alliierten Bomberflotten im Zweiten Weltkrieg. Rund 40.000 Bomben wurden auf das Areal geworfen. Die meisten Blindgänger wurden während des Kriegs und in der Nachkriegszeit entschärft. In den vergangenen Jahrzehnten wurden bei Bauarbeiten in der BASF rund 40 Blindgänger in tieferen Erdschichten gefunden.

Die Bombe, die nun entschärft wird, war bei Sondierungsarbeiten für eine Baustelle entdeckt worden. Die BASF beauftragt vor jedem Bauprojekt auf dem Werksgelände externe Spezialfirmen, die den Untergrund untersuchen.

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