Ludwigshafen Ausgangsbeschränkungen: Was erlaubt ist und was nicht

 Hunde dürfen auch nach 21 Uhr ausführt werden – allerdings nur noch von einer Person.
Hunde dürfen auch nach 21 Uhr ausführt werden – allerdings nur noch von einer Person.

Welche Corona-Vorgaben in Ludwigshafen bis 20. Dezember gelten und wie die ersten Reaktionen darauf ausfallen

Wer nachts noch raus darf:

Wer zwischen 21 und 5 Uhr das Haus verlässt, braucht dafür einen „triftigen Grund“ wie berufliche Tätigkeiten oder medizinische Notfälle. Besuche von Lebenspartnern sowie von versorgungsbedürftigen engen Verwandten sind ebenso gestattet wie die Begleitung Sterbender oder Schwerkranker.

Was sich beim Einkaufen ändert:

Manche Geschäfte wie Supermärkte haben bisher bis 22 Uhr oder noch länger geöffnet. Diese Geschäfte müssen nun bis 21 Uhr schließen.

Lieferservice weiter möglich:

Wer spät am Abend einen Heißhunger auf Pizza oder Pommes verspürt, kann sich weiterhin vom Lieferservice beliefern lassen. Die Fahrer der Dienste dürfen weiterhin durch die Stadt fahren – denn sie sind ja beruflich unterwegs. Das gilt auch für andere Lieferdienste.

Gassigehen geht noch:

Hunde dürfen auch nach 21 Uhr ausführt werden – allerdings nur noch von einer Person.

Treffen im Freien:

Zusätzlich zu den nächtlichen Einschränkungen ist auch eine Verschärfung der Kontakte im öffentlichen Raum vorgesehen, also auf Straßen, Plätzen oder in Parks. Kontakte sind auf Menschen eines Hausstands und zwei weitere Personen aus einem weiteren Hausstand begrenzt. Alkohol darf in der Öffentlichkeit nicht getrunken werden.

Wie die Bürger reagieren:
Die Ausgangsbeschränkungen polarisieren, wie RHEINPFALZ-Leserreaktionen zeigen. „Absolut richtige Entscheidung“, meinen die einen, „totaler Schwachsinn“, sagen die anderen. Manchen geht die Regelung nicht weit genug.

Kritik aus der Politik:

Die AfD im Stadtrat kritisiert die Verordnung scharf. Außerdem wird die Wirksamkeit angezweifelt und OB Steinruck „weitgehend ergebnislose Symbolpolitik“ unterstellt. Auch die Linke bezweifelt, ob die Beschränkungen das richtige Mittel sind. Stattdessen müsse in Schulbussen und Schulen mit Luftfilteranlagen die Lage verbessert werden.

Verständnis aus der Wirtschaft:

„Wir haben Verständnis für die Maßnahmen, es wäre aber schön gewesen, wenn das mit uns im Vorfeld besprochen worden wäre“, sagt Tibor Müller, Hauptgeschäftsführer der IHK Pfalz. Dem Einzelhandel werde mit dem Ladenschluss um 21 Uhr eine Stunde weggeknipst. Die Stadt habe aber auf die aktuelle Lage reagieren müssen.

Wo es weitere Infos gibt:

Der gesamte Wortlaut der Allgemeinverfügung und deren Begründung ist auf der städtischen Homepage nachzulesen. Zudem ist das Informationstelefon für Bürger der Stadt Ludwigshafen, 0621 504-6000, ab sofort montags bis sonntags von 8 bis 20 Uhr geschaltet.
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