Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel „Aktion 72“: Stimmungsvoller Auftakt mit Konzert und Premiere

Kulisse in der Friesenheimer Friedenskirche.
Kulisse in der Friesenheimer Friedenskirche.

Mit einem Konzert in der Friedenskirche wurde am Mittwochabend offiziell die Spendeninitiative „Aktion 72“ eröffnet.

„Ich denke, wir haben eine gute Mischung hinbekommen“ – Florian Weber, Dirigent des Landespolizeiorchesters war nach dem Konzert seiner Musiker in der Ludwigshafener Friedenskirche zufrieden. Mit Recht! Rund 400 Besucher feierten den traditionellen Auftakt zum Spendenmarathon der „Aktion 72“. Dabei gab es eine Premiere.

Schon nach dem eigentlichen Abschlusslied „Tochter Zion“ gab es stehende Ovationen. Obwohl das Lied zum Mitsingen seit Jahren den Abschluss und Höhepunkt des Adventskonzerts bildet, gab es in diesem Jahr sogar noch eine Steigerung. „Zum ersten Mal überhaupt gab es sogar noch eine Zugabe“, staunte Ulrich Alter, Vorsitzender der „Aktion 72“. Mit dem schmissigen „Let the bells ring“, basierend auf dem ukrainischen Choral „Bell Carol“, steigerten Weber und seine Musiker den Applaus zum Abschluss zu einem wahren Jubelsturm. „Wir wollten eine gewisse Erwartungshaltung erfüllen“, kommentierte Weber mit einem Augenzwinkern.

„Ohne vorweihnachtliche Hektik“

Das waren ihm und seinen Musikern aber auch schon in der guten Stunde zuvor gelungen. In der entspannten Stunde, ganz ohne vorweihnachtliche Hektik, knüpfte das Orchester eine kleine musikalische Perlenschnur. „Wir wollten mit musikalischen Mitteln die Frohe Botschaft vermitteln“, so Weber. Wie in einem Film, den schon jeder kennt, der schon tausendfach gelaufen ist, aber auf den sich trotzdem alle unheimlich freuen, weil eben jeder weiß, was ihn erwartet.

Das gilt auch für das 21. Adventskonzert, das sich in den vergangenen 20 Jahren eine treue Fangemeinde erspielt hat, zu der in jedem Jahr auch immer wieder neue Gesichter dazustoßen. Das freute auch Pfarrerin Cornelia Zeißig als Vorsitzende des Förderkreises der Friedenskirche und Polizeidirektorin Jaqueline Schröder als Vertreterin der Landespolizeistiftung, beide zusammen mit der „Aktion 72“ gemeinsame Gastgeber des stimmungsvollen Abends.

Und nach dem Kassensturz freuten sich alle drei, denn wie immer wurde für das Konzert kein Eintritt verlangt, sondern beim Verlassen der Kirche um Spenden gebeten. „Das Spendenaufkommen ist oft ein Indikator für den Erfolg eines solchen Konzerts“, so Weber. Und die rund 4000 Euro, die auf die drei Organisationen verteilt werden, seien ein guter Grundstock für die Spendenaktion in diesem Jahr, so Alter.

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