Ludwigshafen
Abriss der Hochstraße Süd: Nächste Woche wird der Asphalt abgefräst und der Lärmpegel steigt
Berlenbach zufolge hat sich die Arbeit der Abrissfirma Moß an dem 500-Meter-Teilstück der Hochstraße Süd (B 37) durch die wachsende Routine beschleunigt. In der Vorwoche seien acht weitere Stütztürme unter die marode Trasse geschoben worden, fünf beziehungsweise vier waren es in den Wochen zuvor. „Das entspricht einer Verdoppelung der Leistungsfähigkeit, das ist schon enorm.“
40 Stützen in Position
Damit seien nun 40 der jeweils 20 Tonnen schweren Türme aus Holz, Beton und Stahl in Position. 52 sind für den ersten, etwa 120 Meter langen Bereich Mundenheimer Straße/Berliner Platz notwendig, um ihn abzutragen. Die Stützen sollen beim Abriss verhindern, dass die Brücke unkontrolliert einstürzt. „Die Firma unternimmt alle Anstrengungen, um weitere Zeit reinzuholen“, sagte die OB, nachdem sich der Prozess zunächst wegen Problemen bei der Materialbeschaffung sowie danach wegen der Corona-Pandemie um insgesamt drei Monate verzögert hatte. Der geplante Abriss bis Ende Juni war damit Makulatur. Der korrigierte Zeitplan sieht einen Rückbau von Juli bis Oktober vor. „Natürlich haben wir immer die Hoffnung, dass es noch schneller geht“, meinte Berlenbach.
Grünes Licht für Feiertagsarbeit signalisiert
Von der Genehmigungsdirektion SGD Süd gebe es positive Signale, dass die Abrissfirma auch an Christi Himmelfahrt (21. Mai) auf der Baustelle in der Dammstraße arbeiten könne, sagte die OB zu dem eingereichten Antrag. Samstags und sonntags soll hingegen nicht gearbeitet werden. Das sei nur an einem Wochenende während des Abrisses notwendig, um die Einschränkungen an der Auffahrt zur Konrad-Adenauer-Brücke in Grenzen zu halten.
OB: Lärmpegel steigt
Unter den vier eingesetzten Fünfer-Kolonnen der Firma Moß, die von drei Vorarbeitern unterstützt werden, gebe es bisher keinen Corona-Infizierten, auf Sicherheitsvorkehrungen werde weiter streng geachtet, denn: „Eine Ansteckung würde uns sehr zurückwerfen“, betonte Berlenbach. Die Teams würden getrennt voneinander eingesetzt und seien auch in ihrer Freizeit isoliert. Mundschutzmasken würden sie nicht tragen, weil das ihren bereits sehr anstrengenden Job zusätzlich erschweren würde. Die Feiertagsarbeit sei wichtig, um die Produktionswoche des aus dem Emsland stammenden Unternehmens „nicht zu zerreißen“, betonte Berlenbach.
Parallel zum Abfräsen des Asphalts würden die Querkraftkopplungen, also die sensiblen Verbindungsstücke zwischen den Brückenteilen, getrennt, schilderte Berlenbach das weitere Vorgehen. Mit den Fräsarbeiten begonnen werde wohl am Bauwerk 168, unter dem nur noch fünf Stützen angebracht werden und diese dann im letzten Schritt mit Beton an die Trassenunterseite angepresst werden müssten. Anlieger bereitete die OB darauf vor, dass mit den fortschreitenden Arbeiten auch der Lärmpegel rund um die Baustelle steigen werde.
Neue Oberleitungen, neue Ampeln
Im Anschluss an den Abriss des ersten Abschnitts der Pilzhochstraße soll die Verbindung zwischen der Mundenheimer Straße und dem Berliner Platz wiederhergestellt werden. Die Straße soll im August zunächst für Fußgänger, Radfahrer und Busse wieder zur Verfügung stehen. Autos und Bahnen sollen den Bereich frühestens Anfang und spätestens Ende September wieder passieren können. Für die Stadtbahn müssen zuvor neue Oberleitungen und für den Autoverkehr neue Ampeln errichtet werden.
Sondersitzung des Stadtrats
Unterdessen werden die Pläne für den Ersatzneubau laut Steinruck vorangetrieben. Am 21. September soll der Stadtrat in einer Sondersitzung erste Leistungen vergeben. Zudem würden moderne Formate der Bürgerbeteiligung entwickelt.
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