Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Uni-Zufahrt wird monatelang ausgebaut

Die Fortstraße wird monatelang zur baustelle.
Die Fortstraße wird monatelang zur baustelle.

Mehr Komfort in der Fortstraße – dafür kommt erst mal der Verkehr fort. Nach dem Maimarkt baut die Stadt ab 12. Mai die Straße zwischen Altem Messplatz und Uni um. Obwohl es sich um ein nur kurzes Stück handelt, wird das bis zum Jahresende dauern und sehr viel Geld kosten.

Studierende können sich bei der Gelegenheit schon mal an die neuen Bedingungen gewöhnen: Der Uniparkplatz, der künftig bewirtschaftet wird, wird während der Bauzeit komplett gesperrt, geparkt werden kann dann vorerst nur auf dem kostenpflichtigen Alten Messplatz.

Im Grunde wäre die Baustelle keine Riesensache, sagen Verkehrsdezernent Lukas Hartmann und Ralf Bernhard, der Leiter der Mobilitätsabteilung. Doch weil die Straße die einzige Zufahrt zu Uni und Konrad-Adenauer-Realschule Plus ist, und wegen Lage und Gestaltung des ehemaligen Forts der Festung Landau auch partout keine zweite Behelfszufahrt angelegt werden kann, muss sie jederzeit befahrbar sein – für Anlieferfahrzeuge beispielsweise zur Mensa, vor allem aber für Rettungsfahrzeuge.

Schwierige Baustelle

Deshalb muss die Baufirma in drei Abschnitten vorgehen, damit stets eine Fahrspur benutzbar bleibt. Doch die verträgt den normalen Verkehr zur Uni nicht, zu dem auch viele Fußgänger und Radfahrer gehören, weshalb eine Vollsperrung – mit den erwähnten Ausnahmen – nötig wird. Die Stadt hat auch geprüft, ob der Uni-Parkplatz mit einer Ampellösung weiter nutzbar gewesen wäre, doch dann hätte es gewaltige Rückstaus und Probleme mit den Rettungswegen gegeben, ist die Verwaltung überzeugt.

Wie Hartmann schildert, wir die Fortstraße zur Fahrradstraße ausgebaut. Die Fahrbahn wird etwas schmaler, der knappe Bürgersteig an der Seite zum Zoo fällt weg, der auf der gegenüberliegenden Seite wird dafür deutlich breiter. Er wird mit einem langen Streifen von Abstellflächen mit Fahrradbügeln abgetrennt, um etwas mehr Ordnung ins Chaos der Drahtesel zu bringen. Die Uni, genauer: der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung, hängt sich dran und gestaltet das kleine Plätzchen vor der Mauer und der Freitreppe zum Campus neu.

Bund zahlt den größten Teil

Die neue Straße wird eine Mischverkehrsfläche: alles ist auf einer Ebene. Im Bereich für die Fußgänger wird der alte Pflasterbelag aufgearbeitet; die Fahrbahn wird mit Betonpflaster und einer Abflussrinne in der Mitte gestaltet, sagt Farid Moayyedi, der stellvertretende Leiter der Mobilitätsabteilung.

Nach Bernhards Angaben ist dieser Straßenausbau das erste Projekt, das aus dem für Landau mit 7,6 Millionen Euro üppig gefüllten Fördertopf „Klimaschutz durch Radverkehr“ bezuschusst wird. Das ist derselbe Topf, aus dem auch die rund vier Millionen Euro teure Radfahrer- und Fußgängerbrücke an der Queich zum Schulzentrum Queichheim und zum Horst finanziert werden soll. Der Straßenausbau kostet laut Bernhard über 840.000 Euro; 90 Prozent davon übernimmt der Bund. Der örtliche Versorger Energie Südwest nutzt die Gelegenheit und erneuert Wasserleitungen.

Neu gebaut wird zuerst die östliche Straßenhälfte an der Mauer zum Zoo; zum Schutz brütender Vögel wird wohl noch eine Sichtschutzwand errichtet. Dann folgt der kleine Platz vor der Uni und schließlich wird die westliche Straßenhälfte erneuert.

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