Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Trollfabriken stehen überall

neumann

Es braucht keine russischen Hacker, um Politik zu beeinflussen. Das geht auch im Kleinen.

Desinformation und Fake-News sind bestimmende Themen unserer Zeit. Wie einfach es ist, mit einem oder mehreren Fake-Profilen Stimmung zu machen, sehen wir alle Tage. Wer die großen Nachrichtenseiten auf Facebook besucht, kann live beobachten, wie gefälschte Profile Diskussionen unmöglich machen und den Anschein rechter Meinungshoheit erwecken.

Wie einfach es auch ist, Druck auf die Politik direkt vor der Haustür auszuüben, führt uns der Fall von Caroline Neumann vor. Sie ist quasi eine Ein-Frau-Trollfabrik. Wir brauchen dringend Strategien, wie man mit solchen unglaubwürdigen Profilen umgehen kann – und es muss viel mehr Wert auf die Vermittlung von Medienkompetenz gelegt werden.

Klar ist auch: Jeder hat das Recht, am politischen Diskurs teilzunehmen und seine Meinung kundzutun. Aber wer das will, muss das unter seinem Namen machen. Alles andere ist feige, hinterhältig und ist undemokratisch.

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