Landau Tonne statt vom Winde verwehte Säcke

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Nach dem Willen des Ortsbeirats werden in Dammheim künftig Gelbe Tonnen die Wertstoffsäcke ersetzen. Die von der Stadt vorgegebene Liste der förderungsfähigen Projekte hat der Rat um den Wunsch der Entschärfung der Einmündung der Bahnhofstraße auf die K 14 erweitert. Durch Mittel aus eigenem Budget soll der öffentliche Spielplatz im Stadtdorf attraktiver werden.

Nach eingehender Diskussion stimmte der Ortsbeirat am Dienstag einmütig dem Vorschlag des Stadtvorstandes zu, im Landauer Stadtteil für die Sammlung von Leichtverpackungen das bisherige Sacksystem durch eine Gelbe Tonne zu ersetzen. Das Argument von Petra Bechtold (CDU), dass damit das Problem der Straßenverschmutzung durch vom Wind verwehte oder wegen der extrem dünnen Beschaffenheit aufgeplatzte Säcke beseitigt wäre, überzeugte beim Schlagabtausch alle anwesenden Ratsmitglieder. Auch Karin Herzog (SPD), deren Argument für die Beibehaltung der Säcke war, dass in ihrem Zweipersonenhaushalt kaum Plastikmüll anfalle, weil sie und ihr Mann bereits beim Einkauf auf möglichst wenig Verpackung achten würden: „Wir werden eine Tonne nie voll kriegen“, so Herzog. Ihr Parteikollege Patrick Volz sah das gegenteilige Problem: „Wenn ich genau jetzt die Berge von Plastiksäcken vor manchen Anwesen sehe, wird eine Tonne dafür nicht ausreichen.“ Nicht ganz sicher war den Beiratsmitgliedern aus der Sitzungsvorlage erschließbar, ob für die Gelbe Tonne zusätzliche Gebühren anfallen und ob es die Möglichkeit gibt, bei Bedarf zusätzlich zu den Tonnen zusatzkostenfrei oder gegen eine Gebühr Säcke zu deponieren. Da die Prioritätenliste für den städtischen Anteil der Haushaltsmittel für Pläne in den Stadtdörfern von der Verwaltung vorgegeben ist, blieb auch dem Dammheimer Rat nichts weiter, als die aufgeführten Posten zu benennen und durch „weitere gewünschte Maßnahmen“ zu erweitern: Noch 2018 investiert die Stadt 450.000 Euro in die Erweiterung der Grundschule, 50.000 Euro in die Bushaltestelle Bahnhofstraße und 50.000 Euro in die Neugestaltung des Friedhofs. Hier soll das Urnenfeld erweitert und eine alternative Bestattungsform unter einem Baum geschaffen werden. Als Erweiterung der städtischen Prioritätenliste stellte sich der Rat geschlossen hinter den Vorschlag von Ortsvorsteher Florian Maier (SPD), die schlecht einsehbare und derzeit wegen nicht gemähter Ränder noch gefährlichere Einmündung der Bahnhofstraße auf die K 14 zu entschärfen. Bei einer Ortsbegehung mit dem Leiter der Straßenbauabteilung, Ralf Bernhard, hatte Maier vor einiger Zeit die Gelegenheit genutzt, Möglichkeiten der Umgestaltung zu diskutieren. Auch will der Rat in einer kommenden Sitzung über die Anschaffung eines Geschwindigkeitsmessgerätes sprechen. Aus dem eigenen Budget, über das jedes Stadtdorf verfügen darf, investiert der Dammheimer Ortsbeirat insgesamt 16 850 Euro in die Aufwertung des Spielplatzes. Unter anderem soll der Wasserspielbereich erweitert und durch einen Matschtisch aufgewertet werden. Für die Anschaffung und das Aufstellen eines Trampolins mit Fallschutzbelag soll der Baumhain reduziert werden. Bei einer öffentlichen Begehung 2017 hatten Eltern den Zustand des Spielplatzes bemängelt und eine Aufwertung durch erweiterte Spielmöglichkeiten gewünscht. Für die CDU stellte der stellvertretende Ortsvorsteher Günter Herzog den Antrag, in der Verlängerung der Schmiedgasse auf Höhe des Sögdingschen Gartens zwei Poller aufzustellen. Der landwirtschaftliche Weg würde mittlerweile von vielen Autofahrern als „Schleichweg“ benutzt, und das in ungemessener Geschwindigkeit. „Mit den Anliegern habe ich bereits gesprochen, die sind alle dafür“, so Herzog. Bei einer Ortsbegehung will der Rat an Ort und Stelle über mögliche Maßnahmen diskutieren. Petra Bechtold (CDU) informierte, dass im Dammheimer Storchennest eine Familie mit vier Jungstörchen nistet. Auf Anregung von Michael Theuer (CDU) will der Rat über die Zukunft des schon lange leerstehenden Feuerwehrhauses diskutieren.

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