Landau Stadtmagazin: Nabu behält sich Klage gegen Michelin-Erweiterung vor

Der Naturschutzbund (Nabu) Landau spricht sich gegen eine Erweiterung des Michelin-Logistikstandorts in Mörlheim in westlicher Richtung aus. Die Erweiterungsfläche liege im sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet (FFH) und im Vogelschutzgebiet „Bellheimer Wald mit Queichwiesen“, das zum europaweiten Natura-2000-Netz gehöre, so der Nabu. Magere Frisch- und Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren und Bachufergehölze, wie sie dort vorkämen, seien selten geworden. Sie böten vielen zum Teil sogar vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten Lebens-, Nahrungs- und Rückzugsraum, zum Beispiel dem Wendehals, dem Großen Feuerfalter und der Grünen Keiljungfer. Wie berichtet, hat sich die Stadt bereiterklärt, dem Unternehmen Flächen zu verkaufen, aber darauf hingewiesen, dass dies nichts am Schutzstatus ändere. Wofür Michelin die Flächen genau benötigt, hat das Unternehmen noch nicht kommuniziert. Der Nabu will notfalls klagen, um eine Bebauung zu verhindern. (boe) Parkplätze für Behinderte direkt am Eingang des Landauer Zoos hätte gerne Hermann Demmerle von der SPD. Für seine Fraktion und in seiner Funktion als beratendes Mitglied des Beirats für Menschen mit Behinderung hatte er vor der jüngsten Sitzung des Stadtrats den Antrag gestellt zu prüfen, ob man dort nicht zusätzliche Parkplätze für Menschen im Rollstuhl und Co. einrichten könnte. Durch die Verlegung des Zoo-Eingangs seien die bestehenden Behindertenparkplätze viel zu weit weg, so Demmerle. „Wir sind dran“, versicherte Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer (SPD). In die Planung einbezogen werden sollten laut Schlimmer allerdings auch die Mitglieder des Beirats für Menschen mit Behinderung, den es seit Kurzem gibt (wir berichteten). „Genau deswegen ist es auch noch nicht umgesetzt“, fügte Bürgermeister Thomas Hirsch (CDU) hinzu, der dem Beirat vorsteht. (kjp)