Landau
Stadt will Parkchaos im Burgenviertel abstellen
Vom Ordnungsamt fühlt sich Jäger im Stich gelassen. Das habe er schon mehrfach darauf hingewiesen, dass Gehwegparker Senioren mit Rollatoren und Mütter mit Kinderwagen auf die Fahrbahn zwängen. Die Stadt habe auch zugesagt, regelmäßig zu kontrollieren, doch davon habe er bisher nichts bemerkt. Nach Jägers Angaben betrifft das Problem auch nicht nur die Kropsburgstraße, sondern beispielsweise auch Wegelnburg-, Hardenburg- und Wasigensteinstraße.
Die Stadt bestgätigt Jägers Beobachtung: Das Burgenviertel sei eines der Viertel in Landau, aus denen es häufiger Beschwerden zum Parken gebe. Es habe auch schon eine Befahrung mit der Feuerwehr gegeben, um festzustellen, wo diese noch im Einsatz durchkommt und wo nicht. Danach seien viele Knöllchen verteilt worden, so die Pressestelle der Stadt. Der Lerneffekt habe jedoch nicht so lange vorgehalten, weshalb die Befahrung wiederholt worden sei. Außerdem werde in regelmäßigen Abständen kontrolliert, vor allem aber bei Beschwerden über Behinderungen vor Ort.
Fallen Parkplätze weg?
Um langfristig die Situation zu verbessern, soll das ganze Burgenviertel genau in Augenschein genommen und ein Kontrollkonzept entwickelt werden. Das sei gerade in Arbeit, berichtet Pressesprecherin Sandra Diehl. Dazu müssten unter anderem Fahrbahn- und Gehwegbreiten aufgenommen werden, um genau zu wissen, in welchen Straßen auf der Fahrbahn geparkt werden darf, in welchen auf Fahrbahn und Gehweg und in welchen – aufgrund von zu schmaler Fahrbahn und zu schmalem Gehweg – eigentlich gar nicht.
Doch auch wenn Jäger und die von ihm beschriebenen Fußgängergruppen dann möglicherweise zufriedener sind, dürfte es Ärger aus Kreisen der Anwohner geben. Denn dann dürften etliche Parkplätze wegfallen. So war es vor ein paar Jahren auch im Fliegerviertel passiert, wo die Stadt nach Beschwerden das Gehwegparken abgestellt und Parkboxen eingezeichnet hat. Dabei waren etwa 50 der zuvor 160 Parkmöglichkeiten weggefallen. in der Folge hatten einige Anwohner Parkmöglichkeiten auf ihren Grundstücken geschaffen oder reaktiviert.