Kommentar
Stadt muss Knoten zerschlagen
Das Fitter-living-Projekt ist noch nicht entscheidungsreif. Niemandem ist geholfen, wenn der Bauausschuss heute über eine Sparversion des anspruchsvollen Neubaus befindet, die im Grunde nicht mehr ist als ein stinknormales Wohn- und Geschäftshaus.
Die Stadt muss mit ins Boot, weil nur sie letztlich entscheiden kann, wie man das Hauptproblem der Sporthalle und der geforderten Gewerbequote an der Mozartstraße anders regeln kann. Und nur sie kann sicherstellen, dass auf dem Dach kein Vergnügungspark mit Remmidemmi bis tief in die Nacht entsteht. Außerdem ist für eine Stadt, die den Klimanotstand ausgerufen und eine Solaroffensive gestartet hat, ein Großprojekt ohne Fotovoltaik kein Aushängeschild, sondern eine Peinlichkeit. Die Stadt ist aber nicht nur in der Pflicht, sie kann auch gewinnen: Ein werbeträchtiger Neubau aus einem Guss, dafür aber mit Fahrradrampe zusätzlich zum Treppenhaus und vielfältigen Sportmöglichkeiten ist besser, als wenn sie jetzt abermals mit dem Grundstück auf den Markt gehen muss.
