Landau
Schlössel-Kreuzung: Umbau startet im April
Im April geht’s los: Zunächst erwartet Ralf Bernhard „ein paar Tage richtiges Chaos“, dann werde sich wohl jeder dran gewöhnt haben. Danach gebe es bestimmt nur noch „erhebliche Verkehrsbehinderungen“ bis zum Ende des Jahres. Die Rede ist vom lang angekündigten Umbau der Kreuzung am Schlössel in der südwestlichen Innenstadt. Dort treffen Schloßstraße, Xylanderstraße und Weißenburger Straße aufeinander. An der Ecke liegen auch die mittlerweile geschlossene BfT-Tankstelle, und, vermutlich wichtiger, die Zufahrt zum Vinzentius-Krankenhaus. Ralf Bernhard ist Abteilungsleiter Straße bei der Stadtverwaltung und hat im Mobilitätsausschuss über den Stand der Planungen informiert.
Wie berichtet, sollen dort die Fahrspuren neu aufgeteilt werden. Die zu Stoßzeiten überlastete Kreuzung soll leistungsfähiger gemacht werden. Hauptproblem seien die zu kurzen Linksabbiegespuren in der Weißenburger Straße und eine zu kurze Geradeaus-Aufstellspur von der Weißenburger- in die Xylanderstraße. Diese Spuren sind ziemlich schnell voll. Folge: Es staut sich, der übrige Verkehr kommt nicht über die Kreuzung. Lösung: Die Linksabbiegespuren von der Weißenburger Straße in den westlichen Teil der Schloßstraße und von der Weißenburger Straße in die Cornichonstraße kommen weg. So soll der Verkehr besser fließen. Damit die Südstadt nicht abgehängt wird, wird dort der Einbahnverkehr neu geregelt.
Vollsperrung? Vielleicht
Auch für die Radfahrer soll etwas gemacht werden: Die Umgestaltung und auch der Wegfall von Parkplätzen schaffen Platz für Fahrradspuren. Für Fußgänger soll eine Dreiecksinsel gebaut werden, die ihnen das Überqueren der Kreuzung erleichtert. Aber es gibt ein Problem. Eigentlich mehrere Probleme.
Dabei handele es sich um recht viele marode Kanäle, Gas- und Wasserleitungen, teilweise in circa sechs Metern Tiefe. Die sollen beim Umbau gleich getauscht werden, sonst riskiere man, die Straße bald wieder öffnen zu müssen. Der ursprünglich für rund fünf Monate geplante Umbau wird länger gehen – von April bis Ende des Jahres. Immerhin: Der Umbau selbst werde wohl ohne Vollsperrung erledigt werden können, sagt Bernhard. Ausnahme: Der Einbau des Flüsterasphalts – dieser muss eigentlich in einem Zug ohne Fugen verlegt werden. Ob es andere Möglichkeiten gibt, werde derzeit geprüft. „Das wird im Lauf des Jahres entschieden.“
Umleitung über Autobahn möglich
Es werde wohl einen Bauabschnitt geben, in dessen Zuge niemand die Kreuzung Richtung Süden befahren könne, erläutert Bernhard. Umgeleitet werden soll dann über die Zweibrücker Straße an der Frühmesser-Tankstelle vorbei. Weitere kleinteilige Umleitungen, beispielsweise über die Cornichonstraße oder den Wohnpark Am Ebenberg seien ebenfalls geplant. Großräumige Umleitungen, beispielsweise den von Süden aus Richtung Impflingen kommenden Verkehr über die A65 zu führen, behalte man sich vor, falls sich der Verkehr nicht einpendele. Bernhard geht aber davon aus, dass einige Autofahrer von alleine über die Autobahn ausweichen werden.