Südpfalz Südpfälzer fordern Zisternenpflicht
Das hat ISE, ein Verein, der sich bisher insbesondere um das Thema Energiesparen und erneuerbare Energiequellen gekümmert hat, an die Vorsitzenden aller e Bundestagsfraktionen (ohne AfD) geschrieben. Sie begründet ihren Vorschlag mit dem Rückgang des Grundwasserspiegels in Deutschland und argumentiert: „Es darf nicht sein, dass unter anderem die Toilettenspülung mit Trinkwasser betrieben wird“, denn das koste rund 40 Liter pro Person und Tag.
Die Initiative regt an, das Baugesetzbuch zu ändern und in Neubaugebieten, neuen Industriegebieten und beim Neubau öffentlicher Liegenschaften Zisternen zur Speicherung von Regenwasser vorzuschreiben. In Verbindung mit einem separaten Rohrnetz (aus Hygienegründen) und einem Hauswasserwerk könnte das gespeicherte Wasser für Toiletten, Gärten und ähnliche Zwecke genutzt werden.
Zweites Leben für den Öltank
Bei der Umstellung von einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe biete sich zudem der bisherige (gereinigte) Öltank als Zisterne an. Ansonsten gibt es große Kunststoffbehälter zum Eingraben im Garten, die an die Regenfallrohre angeschlossen werden. Als weiteren Vorteil von Zisternen nennt ISE, dass diese bei Starkregen zur Regenrückhaltung beitragen und die Gefahr von Überschwemmungen mindern, schreiben der Vorsitzende Wolfgang Thiel und sein Stellvertreter Michael Linder. Allerdings würde eine Zisternenpflicht das Bauen verteuern.
Zisternen waren auch in Landau schon ein Streitthema: Während die Stadtverwaltung auf Flachdächer zur Regenrückhaltung setzte, pochten FWG und SPD darauf, auch normale Dächer mit Fotovoltaikanlage plus Zisterne zuzulassen. Doch sie hatten sich damit nicht durchsetzen können.