Landau Reifenverbrennungskraftwerk wird abgerissen
Der große grüne Kasten mit Schornstein im Norden von Landau ist fast so etwas wie eine Landmarke, aber jetzt verschwindet sie. Die ehemalige Reifenverbrennungsanlage gehört zum Gummi-Mayer Areal, war aber schon 1996 stillgelegt worden, wie Geschäftsführer Franz Mayer berichtet. Die Anlage hatte Gummireste verfeuert und mittels einer Turbine Strom und Prozesswärme für das Runderneuern von Reifen bereitgestellt, war aufgrund von verschärften Umweltauflagen aber schon 1996 stillgelegt worden, weil ansonsten neue Filter hätten nachgerüstet werden müssen. Da das Runderneuerungswerk im Industriegebiet Im Grein zu dieser Zeit ebenfalls stillgelegt wurde, war auch das Kraftwerk nicht mehr erforderlich – auch wenn der Karkassenhandel Kurz, ein Gebrauchtreifen-Händler und Entsorger, noch immer Teile des Areals nutzt. Da die Stahlpreise derzeit hoch seien, rechne sich der Abriss jetzt eher, so Mayer. Er geht von einer Abrisszeit von etwa vier Wochen und von Kosten in sechsstelliger Höhe aus. Die Arbeiten werden vom Unternehmen Schleith Rückbau ausgeführt, das zur Schleith GmbH Baugesellschaft mit Hauptsitz in Waldshut-Tiengen gehört. Im Januar 2015 war bei Kurz im Außengelände in einem Reifenstapel ein Brand ausgebrochen, der auch die Fassade der Verbrennungsanlage beschädigt hatte. Die Spuren sind noch zu sehen.