Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Oberbürgermeister muss Südstadt-Konflikt lösen

Dass in der Glacisstraße viele Parkplätze wegfallen werden, weckt Ängste.
Dass in der Glacisstraße viele Parkplätze wegfallen werden, weckt Ängste.

Erst Bürgerbeteiligung in der Südstadt, dann Mediation zwischen Anwohnern und Verwaltung? So weit darf es nicht kommen. Dominik Geißler ist gefordert. Das darf nicht sein.

Beim Ausbau der Glacisstraße ist die Lage verfahren. Die Stadtverwaltung hält an ihren Plänen fest, weshalb sich die Anlieger nicht nur nicht ernst genommen, sondern in die Querulantenecke gestellt sehen. Schlimmer kann Bürgerbeteiligung nicht enden.

Ähnlich wie das Heizungsgesetz löst auch die Verkehrswende Ängste aus: Menschen fühlen sich in ihren Freiheitsrechten beschnitten, gegängelt, vorgeführt.

Die BI Alte Südstadt bekennt sich zur Notwendigkeit, Klimawandel und Überhitzung der Städte etwas entgegenzusetzen. Im Kern reduziert sich der Konflikt also aufs Anwohnerparken. Es muss möglich sein, sich darüber vernünftig auszutauschen und sauber zu begründen, warum es heute vielleicht wirklich noch nicht geht. Allein die Zusage, bei Bedarf künftig zu reagieren, würde den Vorwurf entkräften, in Ideologien erstarrt zu sein. Wenn das in der großen Bürgerbeteiligungsrunde nicht vermittelbar ist, muss es im kleinen Kreis versucht werden. Der Oberbürgermeister ist gefordert.

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