Landau
Neues Aldi-Wohnheim auf der Zielgeraden
Die gute Nachricht für zukünftige Bewohner des Studierendenwohnheims in der Annweilerstraße in Landau: Sie können in Jogginghose mal kurz runter zu Aldi einkaufen. Wie ihre Kommilitonen bei einem sehr ähnlich gelagerten, bereits abgeschlossenen Bauprojekt bei der anderen Aldi-Filiale in der Stadt auch. Am Freitag gab es das Richtfest – und dabei waren an gleicher Stelle wenige Monate zuvor noch die Archäologen zugange. Damals wurde eine Schleuse des Queichkanals Albersweiler-Landau gefunden.
Nun aber steht der Fertigstellung des Gemeinschaftsbaus des Lebensmitteldiscounters und des Studierendenwerks Vorderpfalz kaum noch etwas im Wege. Rund 200 Studierende sollen dann einziehen können, informierten Aldi-Vertreter Christof Hake und der Geschäftsführer des Studierendenwerks, Andreas Schülke. Hake verwies darauf, dass der Konzern hier nachhaltig baue, unter anderem mit dem KfW-55-Standard, PV-Anlagen auf dem Dach und und und.
Wann der Markt wieder öffnet
Die Grundfläche des neuen Aldi-Markts sei auch größer als die seines Vorgängers, heißt es zusätzlich in einer Mitteilung zum Richtfest. Auf der zusätzlichen Verkaufsfläche sei eine zeitgemäße Präsentation nachgefragter Waren wie regionale, saisonale, vegane und Bio-Produkte möglich. Verläuft alles nach Plan, soll die Filiale im Juli wieder öffnen, kündigte Hake am Freitag an.
Die Aufstockung von Aldi-Märkten sei eine „Win-win-Situation“ für alle Beteiligte, betont auch Schülke. Es handele sich bei dem Projekt um eine intelligente und nachhaltige Idee sowie kluge Innenverdichtung. Im Aldi-Wohnheim in der Maximilianstraße seien alle Aldi-Zimmer belegt – und dabei handele es sich um ein eher hochpreisiges Wohnheim. Freie Plätze gebe es noch im günstigsten Wohnheim in der Godramsteiner Straße. Das zeige, dass Wohnen über einer Einkaufsmöglichkeit sehr beliebt sei.
Uni in der Krise?
Schülke verweist aber auch darauf, dass die neue Rheinland-Pfälzische Technische Universität (RPTU) zumindest in Landau in einer kleinen Krise steckt. Im Vergleich zum Jahr 2020 seien die Studierendenzahlen um 18 Prozent zurückgegangen. Damals habe der Landauer Teil der Uni Koblenz-Landau 8700 Studierende beherbergt, nun seien es 7170. Dass mit sinkenden Studentenzahlen auch die Nachfrage nach Wohnheimplätzen zurückgeht, sei folgerichtig. Die Wartelisten für Plätze würden immer kürzer. Aber „wir hoffen, dass die Uni die Talsohle bald durchschritten hat“, betonte der Chef des Studierendenwerks.
Zudem verbessere sich in Landau durch den Neubau auch die Wohnheimquote – also die Zahl der angebotenen Wohnheimplätze pro eingeschriebenem Studenten – auf 8,6 Prozent. „Nur“, wie das Studierendenwerk betont. Denn landesweit liege der Durchschnitt bei zehn Prozent, bundesweit gebe die Politik immer 15 Prozent als Ziel vor. Also: Da ist noch Luft nach oben. Zudem würden mehr Wohnplätze für Studierende auch für eine Entspannung auf dem regulären Wohnungsmarkt sorgen.