Landau Lerch über Studierendenwerk: Minister Wolf muss endlich handeln

Peter Lerch
Peter Lerch

Der Landauer Landtagsabgeordnete Peter Lerch kritisiert die „Passivität“ des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministeriums in der Notsituation der Studierendenwerke im Land. „Wenn das so weitergeht, hat Wolf alle Chancen vom Wissenschafts- zum Passivitätsminister zu mutieren“, findet der Abgeordnete. Nach Angaben des Sprechers des Studierendenwerks Vorderpfalz, Thomas Mosthaf, haben die Werke Mitte Juni einen Brief mit der Bitte um Beistand nach Mainz gesandt. Passiert sei nichts. „Während Baden-Württemberg die corona-bedingten Ausfälle komplett ausgleicht und andere Bundesländer zumindest Abhilfe in Aussicht gestellt haben, ist vom zuständigen Minister bisher nur viel Schweigen zu vernehmen“, kritisiert Lerch. Wegen der jüngsten Berichterstattung habe die CDU-Landtagsfraktion nun die Landesregierung aufgefordert, im zuständigen Landtagsausschuss Bericht zu erstatten und „zu erläutern, wie sie die Lage der Betroffenen zu entschärfen gedenkt“. Zudem müssten Konzepte zum Erhalt der Funktionsfähigkeit der Studierendenwerke erstellt werden.

Das Studierendenwerk hat wegen der ausgesetzten Präsenzpflicht der Studierenden an den Unis und Hochschulen einen drastischen Umsatzeinbruch zu beklagen. Zunächst werden die Verträge von 51 Mitarbeitern nicht verlängert, ohne Hilfe drohten weitere Einschnitte, sagte Sprecher Thomas Mosthaf der RHEINPFALZ. Das Wissenschaftsministerium entwickele Handlungsansätze, hieß es auf Anfrage. Auch die Vermietung von Zimmern in den Wohnheimen an Touristen wird diskutiert.

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