Landau Landau will in Kürze selbst blitzen
Voraussichtlich ab Sommer übernimmt die Stadtverwaltung, wie schon lange vorbereitet, die Geschwindigkeitsüberwachung von der Polizei. Wie Verkehrs- und Ordnungsdezernent Lukas Hartmann (Grüne) jetzt mitteilt, sind alle Vorbereitungen abgeschlossen. Was fehlt, ist lediglich noch die offizielle Übertragung dieser Aufgabe durch das Land an die Stadt. „Mit dem Okay aus Mainz rechnen wir noch zur Jahresmitte und können dann auch sofort loslegen“, berichtet Hartmann. Ursprünglich war der Start mal für April vorgesehen.
Dem kommunalen Blitzen liegt ein einstimmiger Stadtratsbeschluss zugrunde. Ziel ist mehr Verkehrssicherheit auf Landaus Straßen. Denn: „Hohe Geschwindigkeiten sind ein Hauptgrund für Unfälle mit Schwerstverletzten und Toten im Stadtverkehr“, erläutert der Verkehrsdezernent.
Ortsbeiräte sollen Stellen nennen
Von fest installierten Blitzern, deren Standorte sich schnell herumsprechen, halten Hartmann und das Ordnungsamt um Thomas Scholly nicht viel; in der Kernstadt und auch in den Stadtdörfern sollen stattdessen mobile Geräte zum Einsatz kommen. „Wir wollen vor allem vor Kitas, Schulen und an uneinsichtigen Stellen kontrollieren“, so Hartmann. Hinweise auf gefährliche Stellen im Stadtgebiet sind erwünscht, unter anderem will die Verwaltung in den kommenden Wochen die Ortsbeiräte um deren Einschätzung bitten.
Das kommunale Blitzen wird in Landau von zwei Mitarbeitenden des Ordnungsamts gemeinsam mit einem externen Dienstleister übernommen. Diese Regelung gilt zunächst für zwei Jahre. Statt der teuren Beschaffung eigener Messtechnik wird so eine Praxis-Testphase möglich. Parallel dazu tauscht sich die Verwaltung weiter mit den umliegenden Städten wie beispielsweise Neustadt über eine interkommunale Zusammenarbeit zum Blitzen aus. Das Ausschreibungsergebnis für den externen Dienstleister wird am 22. Juni im Mobilitätsausschuss vorgestellt.
Tempo-30-Abschnitte werden zu Zonen
Hartmann begrüßt auch eine neue Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung, die es Kommunen erleichtert, bestehende Tempo-30-Abschnitte miteinander zu verknüpfen. So sei in Landau bereits auf Eichborn- und Godramsteiner Hauptstraße durchgängig Tempo 30 möglich geworden. Weitere Straßen sollen folgen.“