Landau
Längere Laster für weniger Fahrten
er Reifenhersteller Michelin und die Spedition Nuss aus Wörth sparen Sprit und damit auch CO2, was dem Klimaschutz zugute kommt. Die Spedition, die seit über 26 Jahren im Michelin-Werk Karlsruhe produzierte Leicht-Lkw-Reifen mehrmals täglich zum Michelin-Zentrallager in Landau transportiert, setzt vier größere Sattelauflieger ein. Dabei handele es sich aber nicht um Gigaliner, sondern um Euro-Liner oder Lang-Lkw des Typs 1, erklärt Volker Nuss, Geschäftsführender Gesellschafter der Spedition. Die Trailer sind 130 Zentimeter länger als die bisher eingesetzten Auflieger und haben damit ein etwa zehn Prozent höheres Ladevolumen. Sie sind etwa 15 Prozent teurer als herkömmliche Auflieger. Das Bundesverkehrsministerium hat ihren Einsatz zunächst bis Ende 2023 genehmigt.
Zum Vergleich: Lang-Lkw des Typs 1 haben eine Ladeflächenlänge von 14,90 Meter und bieten Platz für 37 Europaletten. Sie haben eine Nutzlast von 24 Tonnen. Die umstrittenen Giga-Liner können mehr als 25 Meter lang sein und bis zu 44 Tonnen laden.
Nach Angaben von Michelin-Logistikleiter Wolfgang Weynand können durch den Einsatz der neuen Fahrzeuge täglich zwei bis drei Fahrzeugumläufe zwischen Produktionsstätte und Lager eingespart werden – mehr als 500 Fahrten pro Jahr. Das entlaste den Verkehr, senke aber auch den Kraftstoffbedarf und spare CO2 ein. Möglich geworden sei dies, weil Baden-Württemberg die verlängerten Sattelauflieger vergangenen Herbst im ganzen Straßennetz zugelassen habe.