Landau kurz notiert: Bunte Schleifen auch überregional ein Hit

Die Initiative „Farbe bekennen – Eine bunte Schleife gegen Rassismus“ zieht weite Kreise. 2500 Schleifen sind mittlerweile verteilt worden und werden nun nach und nach verkauft. Sogar bis nach Berlin haben 100 der bunten Anstecker ihren Weg schon gefunden, wie der Initiator der Aktion, der Landauer Architekt Dirk Lampe, berichtet. Ein Privatmann habe von einer Bekannten von der Initiative erfahren und die Symbole prompt mit nach Berlin genommen. Eine weiteres Schleifchen ziere ein Revers in der Schweiz. Zwei Euro kostet ein Anstecker – die Einnahmen kommen jeweils zu gleichen Teilen örtlichen Initiativen, wie zum Beispiel „Herxheim bunt“, und internationalen Initiativen, zum Beispiel in der Türkei oder Griechenland, zugute. Die Schleifchen, die als Symbol für Solidarität und Toleranz gelten, sind außer bei den Verwaltungen in Landau, Herxheim und Offenbach nun auch in den Verwaltungen in Edenkoben und Bad Bergzabern zu bekommen. Initiativen in Landau wie der Gospel-Chor „Good News“, das Haus Südstern oder die Stiftskirchengemeinde verkaufen sie zusätzlich in der Region. Überregional bringen private Initiativen in Hainfeld, Karlsruhe, Heidelberg und Speyer die Schleifen unter die Leute. 6000 bunte Anstecker sind zurzeit bei den „Herxheimer Stichlerinnen“ in Fertigung – ein Ende ist nicht in Sicht. Wenn die Aktion weiter gut laufe, werden auch noch viele weitere Schleifchen produziert, sagt Lampe. Institutionelle Interessenten oder auch Firmen, die Schleifchen verkaufen wollen, können sich bei Bestellungen ab 20 Stück per Mail an d.lampe@Lampevier.de wenden. (tca) Eine Speakers Corner, jener Platz im Londoner Hyde Park, an dem jeder oder jede ohne Anmeldung eine Rede halten darf, kommt auch nach Landau. In den Frauenwochen „Brot und Rosen“ richtet der Soroptimist International Club Landau in Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten eine solche Ecke der freien Rede auf dem Landauer Stiftsplatz ein. Dort werden am kommenden Samstag zwischen 11 und 13 Uhr zehn Frauen über das Thema sprechen „Was ist meine Arbeit wert?“. Anlass ist der „equal pay day“, jener Tag, an dem Frauen das gleiche verdient haben, was ihre männlichen Kollegen für die gleiche Arbeit bereits im Jahr zuvor bekommen haben. Im Schnitt müssten Frauen dafür immer noch etwa 76 Tage länger arbeiten, so die Veranstalterinnen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Erlös aus der Veranstaltung geht an die Mädchengruppe des Jugendwerkes St. Josef. Bei Regen findet die Veranstaltung im Gemeindehaus der Stiftskirche statt. Im Internet gibt es Informationen über die Veranstalterinnen unter www.clublandau.soroptimist.de (tca)