Landau Kulturlandschaft: SPD möchte Nachtkultur stärken

In Landau brechen die Clubs weg. Ende Mai hat das Monokel sein Aus verkündet.
In Landau brechen die Clubs weg. Ende Mai hat das Monokel sein Aus verkündet.

Die Landauer Sozialdemokraten fordern, einen Nachtkulturbeauftragten zu ernennen und ein Konzept für die Nachtkultur zu erstellen. Das teilt Florian Maier, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, mit.

Eine lebendige Kulturlandschaft gehöre zu einer Universitätsstadt – vor allem in der Nacht, betonen die Sozialdemokraten. „Leider müssen wir in Landau feststellen, dass es das Nachtleben in den vergangenen Jahren immer schwerer hat.“ Das liege an der Schließung von Diskotheken und Kneipen. Zuletzt hatte der Club Monokel in der Innenstadt für immer seine Pforten geschlossen.

Auch das Nachtleben und die Ausgehkultur bräuchten ihre Räume. „Andernfalls verlagern sich die Räume auf öffentliche Freiflächen und eine Interessenkollision ist vorprogrammiert“, befürchten die Stadträte.

Kultur stehe landauf, landab im Regen

Als Vorbild solle die Landeshauptstadt Mainz dienen, dort plane die Verwaltung ebenfalls, ein solches Konzept zu erstellen. Es sollen alle Interessen berücksichtigt werden. Der Nachtkulturbeauftragten, soll als den Vorstellungen der SPD entsprechend Ansprechpartner und Vermittler zwischen Kulturschaffenden, Veranstaltern, Stadtverwaltung sowie Anwohnern fungieren.

Die SPD hatte kürzlich vorgeschlagen, Kerngebiete zu schaffen. In diesen gelten andere Bedingungen für Clubs oder Kulturbetriebe – darunter ein geringerer Lärmschutz. „Gerade jetzt, wo die Kultur landauf, landab förmlich im Regen steht, braucht es einen Fokus auf diese Thematik.“

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