Landau Kraftwerk-Abriss: Nerven wie Drahtseile gefordert
„Wohnhäuschen gibt es 50-mal im Jahr, aber einen 60 Meter hohen Kamin reißen wir auch nicht alle Tage ab.“ Das sagt Manfred Mladek vom Abrissunternehmen Schleith, das gerade das ehemalige Kraftwerk des Gummi-Mayer-Werkes im Norden Landaus rückbaut. „Schwindelfreies Personal“ nennt er als wichtigste Voraussetzung für ein solches Vorhaben, denn in einem Mannkorb an einem Kran zu baumeln und an der Spitze des Kamins eine Kette einzuhängen, sei nicht jedermanns Sache. Seine auch nicht, räumt er ein. Ansonsten reicht nach Mladeks Angaben eine kleine Kolonne von vier Mann, um mit Schneidbrennern selbst einen so großen Bau wie das Kraftwerk in seine Bestandteile zu zerlegen. Der größte Teil des Gebäudes sei Stahl, anfangs habe man auch noch etwas Isoliermaterial ausbauen müssen, und am Ende gelte es, noch eine Bodenplatte und eine Wanne aus Beton mit dem Bagger abzubrechen. „Abriss ist maschinenintensiv, aber nicht personalintensiv“, so Mladek – allerdings seien natürlich auch noch etliche Lastwagenfahrer nötig, um das ganze Material wegzuschaffen.