Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Kosten versus Menschen

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Seit Jahren kämpft die Südpfalz für den großen Basistunnel. Beim LBM hat er keine Chance. Trotzdem darf nicht aufgegeben werden.

Eines ist klar: Der LBM-Favorit für den Ausbau des B10-Tunnelabschnitts findet in der Südpfalz keine Freunde. Bei einem in den Berg gehauenen Mega-Kreisel und weiterhin Umleitungschaos in den Dörfern bei Sperrungen sträuben sich bei Bürgern und Kommunalpolitikern die Haare.

Das Thema B10-Ausbau ist sensibel und emotional aufgeladen – seit so vielen Jahren und Diskussionsrunden. Wie will man einen für alle tragbaren Kompromiss finden? Sicherlich nicht, indem man das Riesenprojekt ohne den Rückhalt der Bevölkerung durchdrückt. Und weitgehende Akzeptanz gibt es vor Ort nur für die große Basistunnellösung. Der LBM hat diesen Sommer bei der quälenden B10-Sperrung erlebt, was die Wut der Anrainer auslösen kann. Mit Scheuklappen nur die Kosten, aber nicht die Menschen im Blick zu haben, ist keine Option mehr, wenn sich die Straßenplaner an ihrem eigenen Anspruch messen lassen wollen. Den formulierte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht zum Auftakt der Tunnelplanung so: „Wir wollen Straßen bauen, die von den Bürgern akzeptiert werden.“

Beim Ausbau-Abschnitt Birkweiler hat der LBM ja auch unerwartet Konsenswillen gezeigt und zuletzt eine anwohnerverträglichere Lösung hervorgezaubert, die lange als ausgeschlossen galt. Trotz vernichtender Bewertung für die Tunnel-Bürgervariante muss das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Die Südpfälzer dürfen nicht locker lassen.

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