Landau Kein städtisches Geld für Kinder- und Jugendfarm
Der Stadtrat hat im Haushalt 2022 keine Mittel für die Kinder- und Jugendfarm bereitgestellt. Der Verein um Dagmar Flörchinger hatte eine Förderung in Höhe von 140.000 Euro beantragt, was vonseiten der Stadt schon abgelehnt worden war. Die Vorsitzende hatte gehofft, dass so viele Bürger Einspruch dagegen erheben, dass der Stadtrat sich umstimmen lasse.
Doch die Stadt, und jetzt auch der Stadtrat, sieht keine Möglichkeit, die Jugendfarm weitergehend als ohnehin schon zu unterstützen. Eine Förderung stünde nicht im Verhältnis zu den Möglichkeiten der öffentlichen Nutzung für Kinder und Jugendliche aus Landau, weil 1,75 hauptamtliche Stellen bei einer Öffnungszeit von maximal acht Stunden pro Woche vorgesehen seien. Das sei keine nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Jugendförderung, im Vergleich zu einem Jugendtreff Süd zum Beispiel.
„Geringes Entgelt“
Die Stadt stelle dem Verein seit 2013 rund 3500 Quadratmeter am Ebenberg für ein „geringes Gestattungsentgelt“ zur Verfügung. Außerdem könne die Stadt auch anderen Vereinen, die wie die Jugendfarm wertvolle Jugendarbeit leisteten, nicht unter die Arme greifen. Der Posten für Freiwillige Leistungen sei ohnedies bereits überschritten.