Vor der Wahl RHEINPFALZ Plus Artikel Einzelkämpfer im Wahlkreis

Holger Vogler
Holger Vogler

„Nicht mehr meckern, sondern selbst was machen.“ So umschreibt Holger Vogler (40) aus Hochstadt, wie er zur Politik gekommen ist und warum er als Unabhängiger für den Wahlkreis 211/Südpfalz in den Bundestag einziehen will. Drei Wochen sei er in der neuen Partei „Die Basis“ gewesen, aber wieder ausgetreten. Parteien seien für ihn keine Lösung, und für die Hälfte der Bevölkerung wohl auch nicht. „Woher der Begriff ,Wahlurne’ wohl stammt?“, spottet er auf seiner Homepage. Vogler, Sportlehrer für Standup-Paddeln, Naturmensch und Vater zweier Kinder, versteht sich mit seiner Ein-Mann-Initiative „Südpfalz stellt Fragen“ als Kontrollgremium, das Wählern die Möglichkeit geben will, ihrer „Lieblings-Partei von einem parteiunabhängigen Südpfälzer auf die Finger schauen zu lassen“, Fragen zu stellen und Ideen einzubringen. Letztlich will er mehr Volksentscheide ermöglichen. Vogler, der sich als Impfskeptiker bezeichnet und die Corona-Schutzmaßnahmen als die Gesellschaft spaltend bezeichnet, hat zudem angekündigt, die Hälfte seiner Diäten zur Verfügung zu stellen. Wofür das Geld verwendet wird, sollen seine Wähler entscheiden können. Dass Vogler den Wahlkreis direkt gewinnt, ist äußerst unwahrschenlich. Er hofft aber, dass andere seinem Beispiel folgen und aus „Südpfalz stellt Fragen“ eine größere Bewegung wird.

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