Landau CDU zu Förderschul-Debatte: „Inklusion ist gut, aber nicht mit der Brechstange“
Mitte Juli protestierten knapp 150 Schüler, Lehrer und Eltern der Landauer Nordringschule auf dem Rathausplatz. Hintergrund waren die Pläne der rot-grün-gelben Landesregierung, Förderschullehrer aus Schwerpunktschulen der Südpfalz in den Norden von Rheinland-Pfalz zu versetzen, wo Lehrkräfte fehlen. Das führe hier zu mangelnder Förderung, beklagen Betroffene. Vorgesehen ist, dass alle Schüler erst die Grundschule besuchen, bei Problemen dann in der zweiten Klasse einen Antrag stellen, die Förderschule Lernen aber erst ab der dritten Klasse besuchen können. „Wir finden, dass das für einige Kinder viel zu spät ist“, bemängelt die Schule. Unterstützung findet sie in den beiden CDU-Politikern Martin Brandl und Thomas Gebhart, die die Schule in der vergangenen Woche besuchten und eine frühe zielgenaue Förderung aller Schulkinder forden. Die Pläne der Ampel sehen der Landes- und der Bundestagsabgeordnete auf lange Sicht als Ende der Förderschulen. „Rot-Grün-Gelb sieht die Förderschulen anscheinend mittlerweile als Ort der Exklusion“, so Brandl und Gebhart, die finden, dass die Pläne des Landes in vielen Fällen an der Lebenswirklichkeit vorbeigehen. Die Förderschule müsse auch künftig für Schüler mit sonderpädagogischem Bedarf Lernen ab der ersten und bis zur zehnten Klasse ermöglichen. Die Christdemokraten fragen zudem, mit welchem Personal die Grundschulen die zusätzlichen Aufgaben leisten sollen, die auf sie zukommen würden. Die vom Land angekündigten 250 Förderlehrer seien in Anbetracht dessen, dass es massiv an Förderlehrern mangele und Kettenversetzungen geplant seien, geradezu illusorisch und würden den Mehrbedarf in den Grundschulen niemals auffangen können, so Brandl und Gebhart. Nach Ansicht der Elternvertreter und Abgeordneten wäre es sinnvoller, mit einer frühestmöglichen individuellen Förderung den Bildungserfolg der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen. „Inklusion ist gut – dort wo sie zum Kindeswohl sinnvoll möglich ist. Aber nicht mit der Brechstange.“