Landau Förderschulen: Eltern und Schüler protestieren

Die Teilnahme an der Demo war groß.
Die Teilnahme an der Demo war groß.

Bei einer Protestaktion um 13.30 Uhr am Rathausplatz haben sich Schüler und Eltern der Nordringschule für den Erhalt der ersten, zweiten und zehnten Klassen an Förderschulen eingesetzt. Organisiert wurde die Aktion, zu der etwa 100 bis 150 Eltern, Lehrer und Schüler kamen, von der Schüler- und Elternvertretung der Schule. „Wir sind hier für die Zukunft unserer Kinder“, sagt Sandra Völker, Elternsprecherin der Nordringschule.

Die Demonstranten fordern, dass an Schwerpunktschulen keine Stunden gekürzt werden und die Personalsituation verbessert wird. Auch Kettenversetzungen sollen nicht erfolgen, sondern andere Maßnahmen genutzt werden, um Personal für Schulen zu finden.

„Recht auf Förderung in Gefahr“

Die Förderung für Schüler mit dem sonderpädagogischen Bedarf Lernen soll ab der ersten Klasse möglich und bis zur zehnten Klasse erhalten bleiben, sodass Schüler ihren Berufsreifeabschluss weiterhin in der Förderschule machen können. Die Schüler finden, dass ihr Recht auf Förderung weggenommen wird und wollen, dass Politiker ihnen zuhören. Sie wollen frei entscheiden dürfen, ab wann sie die Förderschulen besuchen dürfen.

Die Landesregierung will Förderlehrer aus Schwerpunktschulen der Südpfalz in den Norden von Rheinland-Pfalz versetzen. Dort fehlen Lehrkräfte. Vorgesehen ist, dass alle Schüler erst die Grundschule besuchen, bei Problemen dann in der zweiten Klasse einen Antrag stellen, die Förderschule Lernen aber erst ab der dritten Klasse besuchen können. Auch die zehnte Klasse soll abgeschafft werden.

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