Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Alleinunterhalter Müller

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Mit Aktionen wie dem angeblichen Naturschutzskandal auf dem Ebenberg schadet Werner Müller vor allem sich selbst.

Es ist gut, dass es Bürgerinitiativen gibt, die sich um Probleme kümmern und dabei auch Behörden oder Unternehmen auf die Finger schauen. Die Bürgerinitiative Geothermie möchte eine solche Kontrollfunktion ausüben, und sie hat da auch durchaus schon wertvolle Arbeit geleistet. Und ja, man darf auch ruhig ein wenig skeptisch sein bei den großen Ankündigungen zur Lithiumgewinnung, die Deutschland vom Weltmarkt abkoppeln soll. Aber der Vorsitzende Werner Müller entwickelt sich zunehmend zum Problem. Er disqualifiziert sich und die BI als ernstzunehmende Gesprächspartner, wenn er aus jeder Mücke einen Elefanten macht, so wie er das bei der Rüttler-Untersuchung auf dem Ebenberg getan hat. Müller kommuniziert Skandale, die keine sind. Er kann nur Erregung liefern, keine Fakten. Reifenabdrücke auf einer Wiese sind kein Frevel an der Natur, aber offenbar hofft Müller, dass schon etwas hängenbleibt, wenn er nur genügend lärmt.

Offenbar geht dem Diplom-Ingenieur und Inhaber eines Unternehmens, das schlüsselfertige Solaranlagen anbietet, beim Thema Geothermie einfach immer wieder der Gaul durch, seit vor vielen Jahren das benachbarte Landauer Erdwärmekraftwerk ein Beben ausgelöst hatte, auf das Müller Schäden an seinem Haus zurückführt. Doch Privatfehden sind nicht die Aufgabe von Bürgerinitiativen, sondern Sache der Justiz, und bei der hat Müller bis heute keinen Stich gemacht.

Dass die Landauer Bürgerinitiative ihren Vorsitzenden ablöst, ist aber nicht zu erwarten. Sie ist nicht viel mehr als eine Ein-Mann-Show des Mannes aus der Werner-Heisenberg-Straße.

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