Landau
A65: Auch Fahrbahn Richtung Karlsruhe wird eingeengt
Im Trog der A65 bei Landau-Zentrum wird die Verkehrsführung bis auf Weiteres in beiden Fahrtrichtungen eingeschränkt. Das hat die Autobahn GmbH am Mittwoch mitgeteilt. Bisher hatte es eine Einengung und eine Sperrung der Zufahrt nur auf den beiden Fahrspuren in Richtung Ludwigshafen gegeben. Beides bleibt bestehen.
Grund dafür war ein schwerer Unfall bei Arbeiten zur Sicherung einer Lärmschutzwand. Dabei war am Mittwoch, 12. Oktober, ein etwa fünf Tonnen schweres Element abgestürzt. Zwei Bauarbeiter einer beauftragten Firma waren schwer verletzt worden.
Weil zunächst keine Informationen darüber vorlagen, in welchen Bereichen der Lärmschutzwand die beiden Männer bereits gearbeitet hatten, hatte die Autobahn GmbH Südwest unmittelbar nach dem Unfall aus Gründen der Verkehrssicherheit den Standstreifen sowie die Einfahrt Richtung Ludwigshafen gesperrt. Zudem sind die beiden Fahrspuren in Fahrtrichtung Ludwigshafen nach links verschwenkt worden und dadurch schmaler geworden.
Experten raten zur Vorsicht
Nach Freigabe durch die Staatsanwaltschaft Landau haben diese Woche Experten der Autobahn GmbH den Unfallbereich eingehend untersucht. Ihre Erkenntnisse haben sie den Ermittlungsbehörden zur Verfügung gestellt. Vor allem aber hat aufgrund dieser aktuellen Erkenntnisse die Autobahn GmbH entschieden, die Verkehrsführung innerhalb des Trogbauwerks in beiden Fahrtrichtungen einzuschränken. Man könne nicht mehr ausschließen, dass bei der Errichtung der Lärmschutzwand in den Jahren 1987 bis 1990 Arbeiten teilweise unsachgemäß ausgeführt wurden. Die Gefahr, dass sich ein Lärmschutzelement ohne Fremdeinwirkung lösen könnte, schätzen die Experten als minimal ein. Um dennoch auf Nummer sicher zu gehen, ist die Verkehrsführung im Trog ab sofort und bis auf Weiteres in beiden Fahrtrichtungen eingeschränkt.
Sanierung geplant
Heute wird zunächst eine provisorische Verkehrssicherung eingerichtet, innerhalb der nächsten Tage folgt eine längerfristige Verkehrssicherung. Konkret bedeutet dies, dass auch der Standstreifen in Fahrtrichtung Ludwigshafen provisorisch gesperrt wird. Die Ausfahrt in Richtung Landau muss, anders als die gegenüberliegende Einfahrt, nicht komplett gesperrt werden. Aber die Abbiegespur wird verkürzt. Ab morgen, Donnerstag, werden die beiden Fahrstreifen in Fahrtrichtung Karlsruhe analog zur Fahrtrichtung Ludwigshafen nach innen verschwenkt.
Bis zum Abschluss der Unfalluntersuchungen wird am Trogbauwerk Landau nicht mehr gearbeitet. Die Autobahn GmbH beginnt ab sofort mit der Planung möglicher Sanierungsvarianten für das Trogbauwerk.
