Inline-Hockey
Benefizspiel: Deutsche Stars kommen nach Landau
Das gibt es nicht alle Tage, die Adler Mannheim kommen am Mittwoch, 17. Juni, nach Landau. Dann stellen sich die DEL-Profis aus der selbsternannten Eishockey-Stadt Mannheim den Landauer Hockeyspielern bei einem Benefizspiel. Mit dabei ist auch Justin Schütz, Mannheimer Leistungsträger, der in der vergangenen Saison für die Adler in 59 Partien beachtliche 48 Scorerpunkte besorgte. Das Duell zwischen dem Inline-Hockey-Club Landau (IHC) und den Adlern in der Halle jährt sich bereits zum 5. Mal. In einem Spiel Vier-gegen-Vier tauschen die Adler ihre Schlittschuhe mit Inline-Skates und führen den Ball statt dem Puck über den Hallenboden der Sporthalle an der IGS in Landau-Queichheim.
Jüngster DEL-Torschütze in Landau zu Gast
Neben Schütz, der mit der deutschen Nationalmannschaft bereits an der WM und an Olympia teilnahm, und DEL-Verteidiger Tobias Fohrler reisen die Adler mit zahlreichen Jungstars an. Darunter Yannick Proske, Colin Schlenker, Nick Mähler, Max Calce, dem jüngsten Torschützen der DEL, und Maximilian Heim, der mit den Eisbären Berlin bereits die deutsche Meisterschaft gewinnen konnte. Die Nachwuchsspieler Lennard Nieleck und Felix Noleck, zwei Adler-Neuzugänge, treten zum Benefizspiel ihre erste Auswärtsfahrt an und geben „ihr inoffizielles Debüt“, zählt Leon Hülsenbeck, Sprecher und Mitorganisator beim IHC, weitere Eishockey-Profis auf.
Aber wie kommt die Verbindung zum DEL-Topclub und den Landauern zustande? Hülsenbeck hebt „Edelfan“ Thomas Weisbrod hervor. Dieser sei als Fan viel unterwegs und lernte so den heutigen Adler-Co-Trainer Marcel Goc kennen. Die beiden legten vor fast 20 Jahren den Grundstein für die bis jetzt anhaltende Vereinsfreundschaft und die Benefizspiele.
Probleme mit der Umstellung hatten die Eishockey-Profis in der Vergangenheit bei ihren Auftritten in Landau nicht. Die Duelle entschieden die Adler für sich. Hülsenbeck, der seit Kindestagen im IHC Mitglied ist, betont, dass sich die Profis aus Mannheim von den Umständen nicht beeinflussen ließen. Bis auf die Torhüter: So hatte selbst der mittlerweile in den USA für die Dallas Stars unter Vertrag stehende Arno Tiefensee Probleme mit der Umstellung auf den Hallenboden. „Das Rutschen und die Bewegungen sind auf dem Untergrund schwerer“, sagte Hülsenbeck, was der damalige Adler-Goalie Tiefensee aber durch seine Paraden ausgleichen konnte.
Erlöse für guten Zweck und den Hallentraum
Für das Aufeinandertreffen gelten besondere Regeln, um einen torreichen und verletzungsfreien Spielverlauf zu ermöglichen, wie Hülsenbeck erklärt. Körperkontakt ist verboten. Auch das Abseits ist aufgehoben, Weitschüsse sind hingegen in diesem Spiel erlaubt.
Das Duell findet in der Sporthalle an der IGS in Queichheim statt. Ab 17.30 Uhr startet die Autogrammstunde mit den Spielern der Adler Mannheim, die öffentlich ist und ohne Ticket besucht werden kann. Um 19 Uhr gehen die Spieler dann aufs Feld. 550 Karten sollen verkauft werden. Erhältlich sind diese Tickets auf der vereinseigenen Website oder in den Vorverkaufsstellen Metzgerei Weisbrod und Brillenhammer Landau.
Die Erlöse des Benefizspiels sollen zur Hälfte an den wohltätigen Verein „Adler helfen Menschen e.V.“ gehen. Das ist eine Initiative des Vereins aus Mannheim, welche Menschen in Not zur Seite steht. Die andere Hälfte der Erlöse fließt in den Kauf einer Halle in Siebeldingen, in der der IHC seine neue Heimat finden soll. Ein Teil der Förderung ist bereits bewilligt und der Kauf steht bevor, wie Hülsenbeck erklärt. Der Landauer Verein will die Halle, die gerade eine reine Tennishalle ist, zu einer Multifunktionshalle mit neuem Boden umbauen.