Skaterhockey RHEINPFALZ Plus Artikel Millionenprojekt schafft es auf Prioritätenliste

Am Infotag: Stephan Weisbrod, seine Metzgerei ist Business-Partner des IHC Landau, am Grill.
Am Infotag: Stephan Weisbrod, seine Metzgerei ist Business-Partner des IHC Landau, am Grill.

Der IHC Landau, der in den Kreis SÜW wechselt, hat ein Ziel erreicht. Und der Landrat und ein Bürgermeister sind schon Platzpaten des Hallenprojekts in Siebeldingen.

Ziel erreicht: Das Millionenprojekt des Landauer Skaterhockeyvereins IHC in Siebeldingen hat es an die vierte Stelle auf der Prioritätenliste des Landkreises SÜW zur Sportanlagenförderung des Landes 2027 geschafft.

Landrat Dietmar Seefeldt, der sich selbst am Infotag des IHC vor Ort ein Bild von Vereinsmitgliedern und Halle gemacht hatte, gab dem IHC-Vorsitzenden Christoph Braun Gelegenheit, das Projekt dem Sportstättenbeirat im Kreishaus vorzustellen. Den Teil der förderfähigen Kosten der Sanierung von Dach und Funktionsräumen gab Braun mit 365.000 Euro an. Der bislang städtische Verein werde, weil er in den Landkreis SÜW wechseln muss, als IHC Landau-Land fortgeführt. Braun hält das Projekt für umsetzbar, weil Fliesenleger, Zimmerer, Maurer im Verein seien und „wir einen Heizungsbauer haben“.

„Echte Heimat für alle Altersklassen“

Gibt es Hinweise auf Schadstoffe? Wie viele Mitglieder hat der IHC? Fragen aus dem Beirat. Die Halle sei in Eternitplatten eingepackt, sagte Braun. Im Oktober habe der Verein 156 Mitglieder gehabt, jetzt seien es 174 Leute.

Bei einem Infotag in Siebeldingen hatte der IHC seine ehrgeizigen Pläne erörtert. Neben Seefeldt waren Bürgermeister Torsten Blank (Verbandsgemeinde Landau-Land), Rainer Bieling (Sportbund Pfalz) und Iris Oswald (Rheinland-Pfälzischer Rollsport- und Inline-Verband) da. Der IHC-Vorsitzende betonte: „Wir wollen nach 27 Jahren Vereinsgeschichte eine echte Heimat für alle Altersklassen schaffen und uns fest in das soziale Leben vor Ort einbringen. Was mich antreibt, sind lachende Kinderaugen, denen wir hier eine Perspektive bieten wollen.“

Der Bau

Das Konzept sieht in einer ersten Phase die Aufwertung der Spielflächen vor: Der reine Tennisplatz erhält einen Hard-Court-Belag. Auch das zweite Spielfeld wird mit einem modernen Hard-Court ausgestattet, der sich ideal für Hockey und Tennis eigne. Die Buchung von Tennisplätzen läuft weiter über den bisherigen Ansprechpartner Gabriel Kilanowski. In einer zweiten Phase folgen dringende Sanierungsarbeiten. Dazu zählen ein undichtes Dach im Anbau, die Reparatur tragender Hallenelemente sowie die Modernisierung der Umkleiden und Duschen und die Beseitigung von Wasser-Undichtigkeiten im Keller.

Neben Bankmitteln und Stiftungszusagen baut der Verein auf private Unterstützer. Allein am Infotag habe er knapp 1700 Euro durch erste Platzpatenschaften verzeichnen können. Landrat Seefeldt und Bürgermeister Blank hätten sich noch vor Ort Platzpatenschaften gesichert.

Traglufthalle des TC Offenbach an eins

Auf der Prioritätenliste steht die Traglufthalle des TC Offenbach an eins, Stadion/Laufbahn der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern an zwei und Trifelsstadion Annweiler an drei. Im Beirat plädierte Seefeldt dafür, „lieber alle Förderungen abzuschaffen und den Landkreisen und Kommunen mehr Geld zu geben, damit sie ihre Aufgaben selbstständig angehen können“. Der Landrat: „Mehr Vertrauen wäre schön.“ Er bedauerte, dass in der neuen Förderrunde des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ kein SÜW-Verein berücksichtigt ist. Aufgeführt wird die Sanierung des Stadions in Wörth mit fast 1,6 Millionen Euro.

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